24. Dezember 2008

24C und 100% Luftfeuchtigkeit

Lange gab es kein update... ist aber auch nichts mehr spannendes in Suedkorea passiert. Aber jetzt wird es sich wieder aendern.
Ich bin gut in Singapur angekommen, das Zimmer ist sperrlich eingerichtet aber sauber. Doch es ist sooooo warm bzw. feucht hier. Na mal morgen schauen, wie die Stadt bei Tage immer noch so sauber aussieht. Dann wird es auch wieder einen neuen Eintrag geben.

Bis dahin wuensch ich allen Bloglesern eine entspannte Weihnachtszeit und lass euch reich beschenken (denn in anderen Laendern wie Korea gibt es nichts oder fast nichts vom Weihnachtsmann)!
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Heiligabend so wie ich ihn noch nie erlebt habe

Die letzten Stunden in Seoul brechen an und an einen gemütlichen Abschied ist nicht zu denken. Die Taschen müssen noch gepackt, die Kartons für Deutschland gefüllt und die Wohnung aufgeräumt werden. Ich war der erste und bin der letzte an Board der 201. Ich müsste die Wohnung gar nicht aufräumen, aber durch die Unordnung und den Überbleibseln der anderen, kann ich meine Sachen von dem Müll nicht unterscheiden.



Der Abend, die Nacht der Morgen verging mit sehr wenig Schlaf wie ich Flug. Ich hoffe, dass ich alles wichtige habe. Wenn nicht, ich komme ja im Februar noch einmal für einen "Stopover" nach Seoul, wo ich dann auch noch meine Winterjacke abholen muss. Mit 5 Lagen Sommerkleidung ging es durch die Kälte zum Flughafen. Die Korean Air Maschine verliert pünktlich den Boden unter den Rädern und da sitze ich nun mit vielen Asiaten um mich herum auf dem Weg nach Singapur. Da ich den Film auf den 3 Reihen weiter entfernten Monitor ohne Brille (die im Koffer war) erkennen konnte, blieb viel Zeit zum schlafen und Musik hören. So richtig konnte ich es gar nicht fassen, dass die 4 Monate schon vorbei waren. Zwischendurch wollte man zwar manchmal lieber wieder zu Hause sein, aber so plötzlich wollte man dann doch nicht gehen. Aber der 24.12.2008 sollte nicht nur voll wehmut gefüllt sein. Die Freude auf den Heiligabend war nämlich auch riesen groß. Einerseits, weil der Weihnachtsmann an diesen Abend immer mal wieder auftaucht, andererseits war es auch endlich soweit Tina wieder in den Armen halten zu dürfen. Das klappte um 22 Uhr am Fluhafen Singapur auch bestens. Was für ein schönes Gefühl!
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6. Dezember 2008

Fakten, Fakten, Fakten

Nicht Neues im Osten. Lange gab es hier keinen spannenden Beitrag mehr. Es gibt aber auch nichts Besonderes über das ich hier schreiben kann. Die Uni bestimmt zurzeit fast den ganzen Tag, da in den letzten 2 Wochen noch 3 Klausuren und Gruppenarbeiten anstehen. Wer schon einmal mit Koreanern zusammenarbeiten durfte, weiß wie viel Zeit das kosten kann. Nichts desto trotz hat es auch etwas gutes den Tag drinnen bei 24°C zu verbringen. Auf einer Seite spart man so Geld, dass man dann in den letzten Tagen für die Abschiedspartys anlegen kann und auf der anderen Seite ist der Winter pünktlich zur Vorweihnachtsfreude eingekehrt. Laut Wetterbericht sind es -5°C die sich durch den Wind aber wie -12°C anfühlen. Jetzt weiß ich endlich für was ich den Platz im Koffer gebraucht habe… aber die Sonne scheint noch immer am wolkenlosen Himmel. So bleibt die Kälte halbwegs erträglich.

Da es, wie gesagt, zurzeit keinen Inhalt für einen Erlebnisbericht gibt, möchte ich an dieser Stelle mal ein paar Fakten über Seoul bzw. Südkorea loswerden.

  • Der Name Seoul wurde vom Wort „Seobeol“ abgeleitet und heißt Hauptstadt

  • In Seoul leben mehr als 11 Mio. Menschen (in der ganzen Metropolregion mehr als: 23 Mio.)

  • Seit der Ernennung zur Hauptstadt (1394) ist Seoul mehr als um das 110fache gewachsen

  • Die Einwohnerdichte Südkoreas beträgt 489 (Personen / km²) – Deutschland 230 P/km² doch 70% der Fläche Koreas ist Gebirge und damit unbewohnt
    in Seoul leben 17.219 Menschen pro km²

  • Seoul besitzt 263 U-Bahnstationen

  • 6.3 Millionen nutzen die U-Bahn täglich

  • Seoul hat die schlechteste Luftqualität aller OECD-Staaten

  • In Seoul gibt es 41 staatliche Universitäten (die Sungkyunkwan ist privat)

  • Im Jahr 2005 haben mehr als 236.949 Personen am Führerscheintest teilgenommen

  • Bestanden habe 98.328 (~41%)

  • In Seoul gibt es mehr als 5.100 Feuerwehrleute

  • Hier gibt 48 öffentliche Bibliotheken für 31.000 Personen

  • Seoul besitzt die Kirche mit der größten Kirchengemeinde (Yoido Full Gospel Church - 850.000)

Sobald ich neue interessante Daten finde, wird die Liste erweitert.


Quelle: http://english.seoul.go.kr/today/about/about_12stat.htm

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23. November 2008

Tausende von Menschen und eine Person

Es ist Sonntag (23.11.08) und dazu auch noch am frühen Morgen um 8 Uhr. Doch ich bin, mit etwas Hilfe des Wecker, schon auf den Beinen und mache mich gerade fertig für die Kirche. Ja richtig gehört, Sonntag ist Kirchentag - so ist es überall auf der Welt.

An dieser Stelle kann ich das erste Mal in meinem Leben Gedanken lesen, zumindest von den Leuten die mich näher kennen. Ihr fragt euch nämlich sicher gerade was mich in Südkorea in die Kirche treibt - hat er gesündigt, sucht er Schutz oder ist ihm die Erleuchtung gekommen. Nicht von alle dem, aber die Antwort kommt schon in den nächsten Zeilen...

Und so ging es um 8:30 Uhr für den Osner (Haiti) und mich mit der U-Bahn nach Yeouido zur christlichen Yoido Full Gospel Church. Von der U-Bahnstation fährt ein Shuttlebus direkt zur Kirche bzw. den 5 Kirchengebäuden. Wir waren leider etwas spät, da der Gottesdienst schon um 9Uhr angefangen hat und nicht wie gedacht um 9:45Uhr. Im Eingangsbereich wurden wir gleich freundlich begrüßt und in den abgtrennten Teil, der für Ausländer gedacht ist, gebracht. Er ist etwas seitlich zum Mittelteil und dem Pfarrer kann mittels eines Flachbildschirmes auf die Finger geschaut werden. Der Gottdienst war im weiteren Verlauf ähnlich unserem in Finsterwalde. Wir waren erst bei der freien Rede zu gestoßen, dann wurde Gebetet, danach das Vater unser und zwischendurch drei Lieder gesungen. Der Text wurde auf koreanisch auf dem Bildschirm präsentiert. Doch was hat den Ronny nun bewegt, um 8Uhr am Sonntag aufzustehen und eine Stunde zur Kirch zu fahren.... Die Antwort: Es ist die größte Kirchengemeinde der Welt. Im Hauptgebäude, wo der Pfarrer seine Predigt hält, finden 12.000 Leute ihren Platz. Wer nich mind. 15min vor Beginn Vorort ist, wird auch keinen Platz mehr bekommen. Die Predigt wird über das Fernsehen übertragen und in den umliegenden Gebäuden gibt es noch einmal Platz für 20.000, die in mehrere Räume aufgeteilt werden. (für die Leute, die lieber unter sich sind und Menschenmassen meiden). Dabei wird natürlich auch an die Ausländer gedacht, deren Koreanisch noch nicht perfekt ist. Es gibt einen Dolmetscher für Englisch, Französisch, Chinesisch, Russisch und mit Anmeldung auch für sämtliche andere Sprachen. Zuhören kann man dem Dolmetscher dann über Funkkopfhörern. Zu gewissen Zeiten gibt es auch einen rein englischen Gottesdienst, dann aber im kleineren Kreis. Doch die überwältigen Zahlen gehen weiter... es gibt am Sonntag 7 Gottesdienste und 5 unter der Woche, die in der Regel vollständig ausgelastet sind. Zur Kirchengemeinde gehören 850.000 Gläubige (die in der Regel 10% vom Einkommen spenden), 650 Pastoren, für jeden Gottesdienst einen anderen Chor bestehend aus 110 Sängern und Sängerinnen, 3 Orchester und ein Budget von 100 Mio. $. Die Kirche besitzt ein Hotel und mehrere Gästhäuse am Prayers Mountain (ein heiliger Berg in der nähe der der Grenze zu Nordkorea), die 4. größte (von allen unabhängigen) Nachrichtenzeitung Koreas (die überwiegend das Positive eines Unglückes präsentiert) und ein Fernsehkanal. Gegründet wurde die Kirche von David Yonggi Cho in einem Zelt, das er von den US-Amerikaner abgekauft hat. Der Mann spricht englisch und japanisch fließend und arbeitet am Französisch (und das mit 72 Jahren). Er füllt auf der ganzen Welt ganze Stadien.
So oder so etwa wurde uns die Kirche nach dem Gottesdienst von einem amerikanischen Pfarrer im CCM, dem größten (nicht höchsten) Gebäude Korea präsentiert. Dieses gehört auch der Yoido Full Gospel Church.
Das heißt aber nicht, dass es in Seoul keine weiteren Kirchengemeinden gibt. An fast jeder Ecke findet man eine. Gut durch ein neonleuchtendes Kreuz zuerkennen.

Nicht nur auf Grund der Dimensionen war es ein aufregender Gottesdienst, sondern auch die Art und Weise hat mich sehr beeindruckt. Der Pfarrer konnte fast wie ein Opensänger singen, die Leuten haben mit Herzblut teilgenommen und beim Bitten um Vergebung konnte sich auch der Pfarrer keine Tränen zurückhalten.

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19. November 2008

Der Besuch beim roten Drachen

China – das Land der unbegrenzten Möglichkeiten – zumindest, wenn man als Tourist in Shanghai oder Wuzhen ist. Es ist überhaupt nicht mit Südkorea vergleichbar und das war wahrscheinlich der Grund, warum der Urlaub dort ein großartiges Abenteuer war. Aber gehen wir erstmal einen Schritt zurück und fangen mit dem Mittwoch (12.11.2008) an.
Auf ging es mit Lukas, Martin, Christian (A) und Dennis (NL) zum Flughafen Seoul/Incheon. Wir waren gut in der Zeit, sodass wir uns für ein Frühstück bei Lotteria bzw. Burger King entschieden haben. Gemütlich ging es dann zum Securitycheck. Doch da wartete für Lukas und Christian auch schon das erste Problem. Sie hatten nur ein Single Entry Visa und mussten deshalb erstmal mit den Sicherheitsbeamten in ein Büro, um eine Wiedereinreise zu beantragen. Wir haben uns in der Zwischenzeit auf den Weg zum Gate gemacht. Dieses lag aber etwas außerhalb, sodass wir den Flughafen eigenen Shuttlezug nehmen mussten. Die Zeit wurde nun langsam knapp. Nach weiteren 10min laufen, sind wir dann pünktlich zum last call am Gate angekommen. Christian und Lukas sind kurze Zeit später ebenfalls am Gate und um 20€ ärmer eingetroffen. Im Nachhinein war das Timing perfekt, da wir so nicht mehr warten mussten, sondern gleich in den zu 50% gefüllten Flieger einsteigen konnten. Der Flug war unspektakulär und zu essen gab es Reis mit Shrimps. Begrüßt wurden wir in China mit einem gelb, dreckigen Meer (natürlich durch den Schlamm in den Flüssen verursacht, deswegen auch der Name gelbes Meer ;-) und vielen Reisplantagen. Von Hochhäusern war noch nichts zu sehen. Aber auch kein Wunder, denn der Flughafen liegt etwa 30km außerhalb von Shanghai. In die Stadt kann man über verschiedene Wege kommen, wir haben uns für die schnellste, im wahrsten Sinne des Wortes schnellste Verbindung entschieden. Mit 430 km/h und deutscher Technik unter dem Hintern ging es mit dem Transrapid an den Stadtkernrand von Shanghai. Das ist schon ein hammer Gefühl, wenn man an den Autos vorbeirast und der entgegenkommende Zug nur einen kurzen Knall verursacht. Ein Lächeln gab es gratis zur Zugfahrt dazu. Danach ging es auf den unkonventionellen Weg mit der U-Bahn zum Ziel, Hailun Road. Beim Aufstieg aus dem U-Bahnschacht wurde einem aber rechtschnell klar, dass wir nicht mehr in Seoul sind. Alte zerfallene Häuser, wo die Wäsche zum Trockenen aus dem Fenster gehangen wird, Menschen mit verrosteten Fahrrädern und endlos vielen Elektrorollern, die mehr oder weniger stark bepackt waren. Manche Radfahrer haben es wohl geschafft die Physik der Schwerkraft außer Gefecht zu setzen. Anders kann man manch langsame Fortbewegung auf zwei Rädern nicht erklären. Die Unterschiede zwischen arm und reich ist etwa mit Schwarz und Weiß vergleichbar. In Südkorea ist es eher Grau und Weiß. Chrissi (Österreicherin und gute Freundin vom Lukas) holte uns dann schließlich ab, um uns ihre Wohnung und unser Motel zu zeigen. Auf den 800m zur Unterkunft hätte ich mich komplett neu einkleiden, mit Essen und Medikament versorgen und ein Haus bauen können. An jeder Ecke, an jedem freien Platz und sogar auf der Straße versuchen die Menschen irgendetwas zu verkaufen. Auch wenn sie vielleicht nur zwei Produkte anzubieten haben, setzen sie sich den ganzen Tag an den Rand mit der Hoffnung, dass es jemand kauft. Da waren sie bei uns aber an der falschen Adresse… Nach einem 20min check-in im Motel, nein man musste nicht soviel ausfüllen und nein es war auch nicht soviel los an der Rezeption, das Problem lag an der mangelnden Motivation und Denkweise der chinesischen Rezeptionisten. Angestellt beim Kommunismus kümmerten sie sich nicht unbedingt um Kundenzufriedenheit. Da wir mehr etwas von ihnen wollten als sie von uns sind wir hartnäckig geblieben und haben schließlich ein 2-Mann und ein 3-Mann-Zimmer bekommen. Martin, Dennis und Ich in einem Zimmer. Eigentlich kein Problem, nur gab es ein Einzelbett und ein Doppelbett mit einer Decke. Ich habe mir die 3,5m² mit Dennis geteilt und da ich wusste, dass wir die Decke auf keinen Fall in der Nacht freiwillig teilen werden, habe ich mich sehr warm für die Nacht angezogen. Bevor es aber schlafen ging, waren wir beim Schneider. Ein Schneider ist aber gewaltig untertrieben. Es war vielmehr ein großer Markt, wo viele Schneider versuchen Ihre Produkte zu verkaufen. Ich habe mir 2 Anzüge, 2 Hemden und 1 Mantel für 150€ schneidern lassen. Die Entscheidung war aber gar nicht so einfach, da es eine große Auswahl an Stoffen und Schnittmustern gab. Die Kreativität liegt aber nicht beim Schneider, sondern bei den Modemachern der Welt. Denn man zeigt einfach in einem Katalog auf einen Bossanzug und bekommt diesen dann geschneidert. Zumindest so ähnlich, aber dazu später mehr. Nach diesem Shoppingmarathon ging es in die Lounge 18 am Bund (Teil von Shanghai). Dort gab es für 20€ Eintritt ein Buffet (mh lecker Käse, Wurst, Nudeln…) und Getränke wie Champagner ohne Limit. So standen wir mit dem Glas Mum in der Hand vor dem Fenster mit dem Blick auf die einzigartige Skyline von Shanghai-Pudong. Für chinesische Verhältnisse war der Eintritt aber echt teuer, sodass fast nur westliche Personen zu Gange waren (es leben allein in Shanghai über 30.000 Deutsche). Danach ging es für einen Drink auf das Dach, um die Skyline auch ohne Glas vor den Augen genießen zu können.
Am nächsten Morgen sind Dennis und ich zu Fuß auf Erkundungstour gegangen. Bis wir schließlich wieder am Bund waren und nun die Skyline am Tage genießen konnten. Eigentlich konnten es nur die Augen genießen, denn unsere Ohren wurden durch Bettler und Straßenverkäufer, die natürlich immer nur die besten Uhren und SexMassagen verkaufen, gequält. Man kann sich dann fast nicht mehr bewegen, weil man von sovielen Typen belästigt wird. Das Land der Fakes, zum Glück ist das in Seoul nicht so penetrant. An der Promenade sind wir mit drei Chinesinnen ins Gespräch gekommen. Sie kamen aus dem Norden, um in Shanghai Urlaub zu machen. Da wir noch nicht gefrühstückt hatten, haben wir uns entschlossen in ein Teehaus zu gehen. Dort haben wir dann verschiedenen Teesorten probiert und jegliche Rituale des Teetrinkens kennengelernt. Das war aber auch nur mit der Übersetzung durch die drei Chinesinnen möglich. Am Nachmittag haben wir uns mit den anderen getroffen und wir sind dann zusammen zum Qi Zhong Stadium gefahren, um uns die Tennis Masters Cup anzusehen. Das war auch der ausschlaggebende Punkt warum wir überhaupt nach Shanghai fahren wollten. Zusammen mit Lukas habe ich überlegt, wo man noch Tennis in Asien sehen kann und da durch Zufall die Tennis Masters Cup in Shanghai anstanden, wo die 8 besten Spieler der Welt antreten, haben wir uns entschieden dort hinzufahren. Das Stadium ist großartig. Es ist hauptsächlich fürs Tennis ausgelegt, fasst über 15.000 Zuschauer und man kann das Dach drehend wegfahren. Karten gab es genügend auf dem Schwarzmarkt. Aber ob man mit denen auch in das Stadium kommt mag ich zu bezweifeln, da jede Karte mit einem RFID-Chip versehen ist und am Eingang geprüft wird. Mit einer einwandfreien Sicht haben wir das Doppel: (8)Cuevas/Horna d (3)Bhupathi/Knowles und die Einzel (6)J Tsonga (FRA) d (2)N Djokovic (SRB) und (4)N Davydenko (RUS) d (7)J Del Potro (ARG) gesehen. Die Atmosphäre beim Spiel um Djokovic war der Hammer. Zwischen den Spielen haben Lukas und Ich noch etwas das Stadium erkundet und so sind wir dann auch in den Moderatorenkabinen vom SFR und in der Kabine vom Hawk Eye gewesen. Letztere haben einen entspannten Job. Sie touren das ganze Jahr mit den Tennisturnieren und sind für die fehlerfreie Funktion des Hawk Eye zuständig. Nach dem Spiel ging es zusammen mit zwei weiteren Deutschen und einem Schweizer sowie den Leuten aus Seoul in einen Club, wo man für 12€ soviel trinken konnte wie man wollte.
Freitag (14.11.2008) nach einem Frühstück in der Pizzeria wollten wir uns auf den Weg nach Wuzhen einem alten Dorf 140km von Shanghai entfernt machen. Doch der erste Taxifahrer wollte über 1800 Yuan für die Fahrt haben. Auf der Homepage wurden 400 angegeben und ein Taxifahrer, den ich einen Tag zuvor gefragt hatte, wollte 600 Yuan haben. Nach einer langen Diskussion mit dem Taxifahrer, Dennis, Martin, einem Polizisten, einer Bäckereiangestellten haben wir uns mit dem Taxifahrer auf 800 Yuan (100€) geeinigt. So ging es dann für 2 Stunden über die Autobahnen und unbeschreiblichen Smog. Manchmal dachte ich echt, dass die Plastikteile im Motorraum schmälzen, so wie das gestunken hat. Doch als wir plötzlich von der Autobahn runter waren, meinte der Fahrer: Sie haben ihr Ziel erreicht. Uns war aber klar, dass wir es auf keinen Fall erreicht haben. Es war überhaupt kein altes Dorf zu sehen. Nach einer Weile kam glücklicherweise ein anderer Taxifahrer hinzu, der sich dann bereit erklärt hat uns ans Ziel zubringen. Die 800Yuan haben sich die Männer geteilt und wir kamen kurze Zeit später auch an unser Ziel an. „Schnell“ (nicht wirklich, da englisch mal wieder nicht wirklich angesagt war) am Eingang einchecken und nach einem Tor waren wir auch schon im traditionellen Dorf, wo es viele Wasserwege mit alten Holzbooten gibt, kleine Gassen und alte Häuser. Fast kein Lärm und keine Autos. Um zu unserem Hotel zu gelangen, wurden wir mit einem Fährboot und einem Ruderer auf die andere Seite des Flusses gesetzt. Wir haben die Zeit mit dem Schießen vieler Fotos genossen und sind sogar um 5 Uhr nächsten Tages aufgestanden, um den Sonnenaufgang zu sehen. Um 14 Uhr ging es aber wieder auf den Weg nach Shanghai. Diesmal wollten wir den Zug nehmen, denn dieser ist günstiger und wir wollten mal etwas anderes sehen. An der Rezeption haben wir einen Zettel mit chinesischen Zeichen bekommen, um uns erst mit der Rikscha zum Busbahnhof und dann mit dem Taxi nach Jiaxing durchzuschlagen, wo der Zug auch schon auf uns warten sollte. Doch es war wie immer alles anders. Draußen warteten nur ein kleines Taxi und ein Kerl, der uns wie immer mit dem 3fachen Preis abzocken wollte. Doch wir haben solange verharrt bis wir einen vernünftigen Preis bekommen haben. So ging es über kleine Straßen und Felder nach Jiaxing. Was für ein Erlebnis – endlich das wahre China zusehen. In der Stadt angekommen, konnte man aber gar nicht mehr recht sehen und atmen, obwohl wir weder unsportlich noch betrunken waren. Es lag einfach an den umliegenden Industriegebieten und dem üblen Smog. Unser westliches Fernsehen lügt mit den Bildern über China doch nicht immer. Gleich nach der Ankunft an der Station hat uns ein Chinese geholfen Tickets zu kaufen, dann noch 10min warten und die Überraschung war perfekt. Es war kein Zug, sondern ein Busbahnhof. Gut das zufällig auch ein Bus nach Shanghai gefahren ist. Also ging mit es dem Bus zurück. Bei der Taxifahrt in Shanghai zum Schneider wurde der Herzmuskel vor Unruhe kräftig gefordert. Der Taxifahrer ist auf dem Highway immer kurz eingenickt. Gott sei dank waren wir fast am Ziel, sodass wir den Fahrer an der roten Ampel kurz geweckt haben und dann ausgestiegen sind. Dann ging es schnell die Sachen beim Schneider abholen (Qualität ok, Schnitt ok, darf aber für die Hose nicht mehr dicker werden, Hemden super und Mantel noch nicht fertig). Abend waren wir beim Japaner. Wer hätte gedacht, dass man China Chinesisch isst?!? Wir hatten einen Tisch mit 15 Leuten und einen Koch in der Mitte. Man konnte für 15€ soviel Essen und trinken wie man wollte. Er hat für uns von Sushi, über Rind, Fisch, Shrimps bis hinzu Jakobsmuscheln alles zubereitet. Es war so lecker und gut gewürzt. Besser als das Koreanisch, wo es meist nur scharf aber nicht gesalzen ist. Schon war der Samstag auch vorbei und wir haben fast noch nichts von Shanghai gesehen.
Deshalb ging es am Sonntag (16.11.2008) auf Sightseeing-Tour. Leider ohne Christian, da dieser im Gefecht mit seinem Magen stand und das Schlachtfeld nicht verlassen wollte. So sind wir dann in die Innenstadt zum People's Square gefahren, um uns dort umzusehen und Shanghainesisch zu essen. Ich habe für eine Art Peking Ente entschieden, die anders als in Deutschland aber trotzdem lecker war. Am Nachmittag haben wir uns in Pudong, dem Viertel mit den Hochhäusern wiedergefunden. Leider war die Sicht sehr schlecht, aber Lukas und Martin wollten trotzdem auf die höchste Besucherebene in einem Hochhaus fahren. Diese befindet sich auf 492m im Flaschenöffner. Das Haus sieht zumindest so aus und beherbergt das Finanzzentrum von Shanghai. Wir haben uns mit Dennis erstmal alle Gebäude von unten angesehen und sind letztendlich auf das zweithöchste Gebäude gefahren, den Jin-Mao. (warum nicht auf das höchste? Weil man dort nur die Hälfte zahlen und keine 1,5 Stunden anstehen musste) Von der 50 bis zur 87 befindet sich dort das Hyatt Hotel. Die Zimmer mit dem krassen Ausblick, leider nicht für uns, da die Luft aus Nebel und Smog bestand. Am Abend waren die Touristen aus Seoul mit der Chrissi abschließend chinesisch essen und uns für die tolle Stadtführertätigkeit von Chrissi bedanken. Das Essen war wieder lecker und der Inhaber konnte uns zu den Gerichten auch einiges auf Englisch erzählen. Der Abend wurde immer länger und so haben Martin, Marie Lou und ich die Nacht in einem Club verbracht. Dort waren aber leider nur westliche Leute, sodass ich auch nach Deutschland fahren hätte können. Obwohl, dort wäre das Bier nicht so schlecht (und billig). Da noch eine Stunde bis zur Abfahrt für Martin blieb (Martin, Christian und Lukas sind nämlich schon um 8 zurück geflogen) haben wir uns noch eine Massage gegönnt. Für 6€ und 40min kann man nichts falsch machen.
Den Montag habe ich dann mit Dennis und ohne den Herrn Schlaf am People Square verbracht. Nach dem Frühstück eine Stunde Schlaf in der herrlichen Sonne und 18°C. Danach haben wir uns dann zum Flughafen bewegt. Dasselbe Spiel wie auf dem Hinweg. U-Bahn, schnell und dann waren wir auch schon am Flughafen. *Anmerkung: das Wort schnell ist ein Synonym für „Transrapid“ Dort lässt es sich aushalten, da man beim Warten eine einwandfreie Sicht auf die Abfertigung der Flugzeuge hat. Den Heimflug und die anschließende Busfahrt habe ich dann in stiller Manier verschlafen.
So waren wir dann wieder ohne gesundheitlich negativen Folgen im kalten (verdammt, nun sind auch hier nur noch -2°C bis 4°C) Seoul.
Zu einem Aufsatz gehört auch immer noch eine Zusammenfassung, so wurde es mir zumindest beigebracht.
China war ein super Abenteuer und sicher nicht der letzte Kontakt mit dem roten Drachen. Es ist so ein großer Unterschied zu Südkorea und ich bin auch froh in Seoul zu studieren. Man verbraucht in Shanghai soviel Energie ohne überhaupt etwas Außergewöhnliches zu erreichen. Der Smog der die Lunge beansprucht, der chaotische Verkehr, wo jeder macht was er will und man nur am Springen ist, die Bettler, die sehr aggressiv vorgehen und die allgemeine Unorganisation und Faulheit (z.T. Unfreundlichkeit) der Chinesen selbst.
Doch ich war auch überrascht wie viel Kommerz es dort gibt. Viel, sehr viel Werbung (die zu Teilen echt anzüglich ist) und westliche Läden. Ok, man muss sagen, das Shanghai die westlichste Stadt dort ist und ich in Jiaxing kein McDonalds oder ähnliches gesehen habe, aber dennoch hat mich das Chaos was überall herrscht überrascht. Dazu arbeiten die Leute auf dem Lande u.a. mit sehr primitiven Mitteln, dennoch sahen die Häuser vernünftig aus. Ich habe die Chinesen, die etwas Englisch konnten (also nur eine Handvoll und deshalb vielleicht nicht repräsentativ, sondern nur eine Tendenz) auch mit der Politik und dem Internet konfrontiert. Aus ihrer Sicht, waren sie mit der Regierung und ihre Art zu handeln zufrieden und dass einige Seiten im Internet gesperrt sind, hatte sie auch nicht gestört. Nur eine die gerade Deutsch lernt und von ihrem Professor deutsche Seiten empfohlen bekommen hat, war etwas enttäuscht. Hier gibt es also noch viel mehr zu entdecken, um sich ein ordentliches Bild zu machen, aber dann mit jemanden der Chinesisch spricht, sonst kann es schnell frustrierend werden.
Anmerkung(2): Soviel habe ich nicht in einem halben Jahr zusammen in allen Klausuren im Deutschunterricht geschrieben….
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10. November 2008

Was macht der Polizist da neben dem Panzer?

An dieser Stelle gibt diesmal nur eine kleine Zusammenfassung. Das liegt einerseits daran, dass ich in den letzten Tagen nicht so viel unternommen habe, da ich etwas erkältet war und außerdem Geld für Shanghai sparen wollte, und andererseits ist das die letzte Zusammenfassung bevor es am Mittwoch den 12.11.2008 nach China geht.
Wie gesagt in den letzten Tagen habe ich mich, um die Bewerbungen für ein Praktikum und den Unikram gekümmert.
Am Sonntag den 09.11. haben wir (Chris, Jörg, Daniel und ich) uns für eine Seoul City Tour entschieden. Bevor wir jedoch zum Bus für die Rundfahrt angekommen waren, wurden wir von einigen hunderten Polizisten begrüßt. Es standen wohl einige Demonstrationen für diesen Sonntag in Hyewha an und das heißt in Korea, dass seit den frühen Morgenstunden Polizisten mit Wasserwerfern bereit stehen. Auf den Bildern kommt dieser Effekt noch etwas besser rüber. Dann ging es auch schon mit der Stadtrundfahrt los. Man konnte den Bus an einigen Punkten verlassen und mit einem beliebigen Bus die Tour später fortsetzen. Unser erster Stop war das National Museum of Korea. Dort wird die Geschichte und Entstehung Korea dargestellt. Aus Zeitgründen sind wir aber mehr durchgerannt, als dass wir uns alles in Ruhe angesehen haben. Die empfohlene Tour durch das Museum hat eine Länge von 4 Km. Es gehört damit nicht zu den kleinsten Museen der Welt. Architektonisch ist der Bau auch eine Meisterleistung mit vielen freischwebenden Decken, einen kleinen See und vielen kleinen Details. In der Mitte wurde ein Teil freigelassen, sodass man einen direkten Blick auf den Seoul Tower hat (siehe Bilder). Danach ging es mit dem Bus weiter zum War Memorial of Korea. Das ist ein open air Museum über den Koreakrieg. Ausgestellt sind dort einige Flugzeuge, Panzer und andere Geräte, die für die „Freiheit und den Frieden“ eingesetzt wurden. Neben an befindet sich auch gleich eine Zeremoniehalle für Hochzeiten. Leid und Freud sind in Korea doch noch so nah beieinander. Was nun Leid und was Freud ist, kann sich jeder für sich selber ausmachen. Nach diesen Abstecher ging es weiter Richtung Itaewon, wo ich mir einen Luis Vuitton für 6,50€ gegönnt habe. Natürlich allerbeste Qualität aus Paris. In der Zwischenzeit hatte auch der Magen, um mehr Aufmerksamkeit gebeten. Belohnt wurde er mit einer leckeren Leberkässemmel beim Österreicher. Das tat echt mal wieder gut. Der Tag neigte sich dem Ende und mit dem letzten Bus haben wir die Tour bis fast zum Ende fortgesetzt. So wie der Tag angefangen hatte, ist er auch zu Ende gegangen. Mit einem Riesenaufgebot an Polizisten, Wasserwerfern und Schutzbussen ging es zurück in die Unterkunft.
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5. November 2008

Menschen, Koreaner und weitere Menschen

In weniger als sieben Wochen kann das Auslandssemester in Korea auch schon in das Archiv meines Kopfes abgelegt werden. Die Zeit verrennt, vor allem, wenn man noch so viel sehen will. Nur weil man im Ausland ist, heißt das leider nicht, dass man sich um nichts kümmern muss und man einfach nur in die Uni geht und Ausflüge mache. Nein, man muss sich auch den Kopf darüber zerbrechen, in welchen Club man Abend gehen will (gar nicht so einfach, wenn er sich anfühlt, als wäre man wieder mal gegen eine dieser klar geputzten Scheiben gerannt), welche Ausflugsziel man am Wochenende ansteuert und dann gibt es da noch das Uni-Leben. Beim letzteren stehen auch immer mehr Gruppenprojekte an. Zusammen mit den Koreanern arbeiten heißt, dass man sich alles einfach zurechtlegt und die Koreaner mit ihrem Arbeitseifer doch wieder alles über den Haufen werfen. Manchmal kommt es einem so vor, als ob sie noch mit Ochsen die Felder pflügen und nicht glauben können, dass man mit mehr Logik auch einen Traktor nehmen kann. Wie auch immer, ich habe es selber noch nicht erlebt, sondern nur von den Austauschstudenten erzählt bekommen. Aber meine Zeit wird kommen. Am Montag den 03.11.2008 hat mein Dozent in Administrative Management Science (ihr wisst schon mein Lieblingsprofessor - in der letzten Vorlesung hat er Software aus dem Internet heruntergeladen und in der Zwischenzeit hat er sich erstmal ausgiebig mit uns über das letzte Wochenende unterhalten) Gruppen für das kommende Projekt festgelegt. Juhu ich bin in einer dreier Gruppe mit einem Mädel und einem Kerl, die keinen blassen Schimmer vom Englisch haben. Für sie das beste was geschehen konnte... denn so haben sie jemand der alles vorträgt und wenn es denen reicht, können sie sich ja noch immer auf koreanisch über mich unterhalten. Ich freu mich dennoch, da das Thema DEA nach Spaß aussieht und meine Vornote mit 91% weit über dem Durchschnitt liegt. Investments habe ich im Endeffekt auch mit 91% abgeschlossen. Da die Noten hier relativ vergeben werden, ist das auf jeden Fall ein A bis A+. Relativ bedeutet, dass die besten und schlechtesten Noten verglichen werden und einfach gesagt ist der Median dann die Grenze für die A bzw. A+ Note. Das sollten sie auch mal in Deutschland einführen, denn so bekommt man noch eine gute Note, auch wenn die gesamte Klausur schlecht ausgefallen ist.

Wie ich oben schon erwähnt habe, verbringt man den Tag nicht nur mit Schlaf, Uni und Essen. Am Freitag d. 31.10.2008 wurde der amerikanische Traum auch in Korea gelebt - Halloween. Also ging es schon am Donnerstag, wir wollten uns diesmal nicht wie sonst immer zu spät auf die Socken machen, zur U-Bahnstation Bonum. Dort sollte laut einem Internetforum ein Kostümverleih sein. Von einem Verleih gab es keine visuelle und auch nach öfteren Fragen der Anwohner keine auditive Spur. Aber es gab einen Laden mit Schürzen, Schlafhosen, Socken und etc. für die Frau ab 40. Eine pinke Schlafhose mit weißen Herzen bedruckt und aus Plüsch hat uns beeindruckt. Also drei Mal das gleiche bitte. Doch so einfach war das gar nicht, da die nette Frau uns auf koreanisch mit Händen, Füßen und Bildern klar machen wollte, dass die Hosen für Frauen seien. Sie konnte es bis zum Ende nicht glauben, dass drei Westler daherkommen und eine pinke Hose mit gelben Ringelsocken (mit rosa, roten und weißen Streifen) kaufen wollen. Im Endeffekt haben wir das Geld sprechen lassen und dann konnte uch sie nicht mehr Nein sagen. Am Freitagabend etwa 2 Stunden vor der Party ging es dann los zum Maskenkaufen. Unter viel Hast, da wir wie immer spät dran waren. Ab nach Namdaemun Market (das ist dieser Ramschmarkt) in den Halloweenladen. Dort habe ich mich für die Frankensteinmaske entschieden. Die anderen haben sich der Meinung angeschlossen, da wir so einfacher einen Mengenrabatt aushandeln konnten. Danach ging es im Eiltempo wieder nach Hause, um pünktlich auf der Party zu erscheinen. Die Frage ist normalerweise: Wer will schon pünktlich auf einer Party sein? Hier war es aber wichtig, da es Pizza und andere europäische Leckereien im begrenzten Maße gab und wir uns das mit unserer Trägheit nicht entgehen lassen dürfen. Rein in die pinke Hose, die Socken über die Hose (unverständlich wie die Berliner so rumlaufen können), das graue Korea T-Shirt für den Oberkörper und die Maske für den Gesichtshautkrebs. Das Ganze drei Mal und fertig war der Ich-Bin-Gerade-Aufgestanden-Frankenstein-Look.
So wie auf dien Bild zu sehen. Leider gab es kein einzelnes Bild, wo man die Hose und die Maske sieht... Die Party mit dem Essen war relativ schnell zu Ende, sodass wir für eine Stunde mit 30 Leuten eine kleine Party in unserem Apartment auf 12m² gefeiert haben und dann weiter nach Itaewon in einen Club gefahren sind. Itaewon ist die Heimat der ****, die aus dem Land des Halloween kommen. Sie benehmen sich dort aber auch wie zu Hause, was dem ganzen ein etwas negatives Flair gibt. Aber wir haben den Club trotzdem gut gerockt. Vor allem, da uns Drei mit dem gleichen Kostüm (Martin, Chris, und ich) keiner unterscheiden konnte. Der Samstag war für den Kater reserviert. Am Abend hatte ich den Kater aber auf der Straße ausgesetzt und so ging es für mich, Martin und Ibrahim wieder nach Itaewon. Gon (der Koreaner, der als Austauschstudent in Berlin war) hatte uns auf einen gemütlichen Abend in seiner Wohnung eingeladen. Dort gab es dann ein Barbecue, welches eine Freundin von ihm zubereitet hat. Gestärkt sollte es dann in den Club des Hyatt 5-Sterne-Hotels gehen. Ein Lamborghini Galardo hat uns dort im schwarzen Glanz begrüßt. Man bekommt schon am Eingang den Eindruck, dass das ein teurer Abend werden könnte. Aber Gon versicherte uns, dass normalerweise der Eintritt für den Club frei ist. Doch nicht an diesem Abend. Der große Herr im schwarzen Anzug und Kopfhörern im Ohr, wollte glatt weg 40€ für das Durchlassen haben. Nein, das ist es uns dann doch nicht wert und so haben wir den Abend ruhig im Hard Rock Café ausklingen lassen. Am nächsten Morgen ging es früh aus dem Bett. Auf dem Plan stand ein Ausflug auf die Insel Nami. An Board waren Conny (A), Jörg und Daniel (zwei Deutsche, die bei der Hanns-Seidel-Stiftung arbeiten), Raisa (NL), Martin (A) und unsere Kapitänin Yoiku (Jap). Mit zerknittertem Gesicht und fast leerem Magen ging es zur Regionalbahn. Die Tickets für die 1,5h Fahrt kosteten nur 3€. Was für ein Schnäppchen, dafür muss man dann aber auch auf jeglichen Luxus verzichten. Luxus heißt nicht First Class, auch nicht Business Class, nein, auch nicht der Sitzplatz in der zweiten Klasse, sondern ein Stehplatz. Umfallen war praktisch unmöglich, atmen leider auch. Es gab nur eine Klimaanlage im völlig überfüllten Zugabteil. Aber was solls, es war billig und auch nur für 1,5h. Beim Ankommen gab es auch schon das nächste Problem. Es gab viel zu wenig Taxis für viel zu viele Menschen, sodass die Koreaner brav eine lange Schlange am Taxistand gebildet haben. Nach einem Kaffee (Auf Wunsch einer einzelnen Person, die diesen Kaffee getrunken hat, gibt es hier noch eine Ergänzung. Geordert wurde ein Kaffee um, die schläfrigen Nachtgeister zu vertreiben. Serviert wurde aber lauwarmes Wasser, das kurz mit einer Haselnuss in Kontakt kam. Aber nicht um den Geschmackes Willen, sondern nur um das Getränk auch bräunlich erscheinen zu lassen. In 2 von 3 Fällen ging die fast volle Tasse wieder zurück an den Absender.) kam dann auch ein freies Taxi. Wir mussten uns auf zwei Autos aufteilen und praktischerweise saß in meinem Taxi auch Yoiku. Sie kann koreanisch und konnte so den Fahrer verstehen, als er uns klar machen wollte, dass wir relativ lange zur Fähre brauchen werden, da die Straßen von Ausflüglern belagert werden. Eine lange Fahrt war aber nicht in unserem Sinne und so hat sich der Taxifahrer für den Taxi-Taxi- Modus entschieden. Kurz nach links und schon sind wir ähnlich wie bei Fast and the Furious durch einen kleinen Kanal gebrettert. Nebenbei lief auf dem Navigationdisplay der letzte Spieltag der Premier Ligue. Dann ging es über einen Radweg und unzähligen Abkürzungen direkt zur Fähre. Der Fahrer hat sich die Plakette "Best driver", die an seinem Auto klebt, wirklich verdient. Wir waren stolze 20min früher als die anderen am Ziel. Angekommen wurden wir auch schon sehnsüchtig von einigen Koreanern erwartet. Anders kann ich es mir nicht erklären, warum soviele Menschen dort angestanden haben. Na gut eine Erklärung gibt es noch. In Südkorea leben 489 Menschen auf einem Quadratkilometer Land. Zum Vergleich, in Deutschland leben 230 Einwohner pro Quadratkilometer. Dazu kommt noch, dass Südkorea zu 70% aus Gebirgsflächen besteht. Das ist wohl der Grund warum soviele Menschen am Wochenende aufs Land fahren und wir somit über zwei Stunden für die Fähre nach Nami-Island anstehen müssten. Wir haben es am Ende aber sein gelassen. Haben uns das typische Gericht (spicy chicken) bestellt, die Landschaft mit den herbstlichen Wäldern bewundert und sind dann wieder heim gefahren. Diesmal aber erste Klasse – Stehplatz.
Die Woche haben wir mit einem Ausflug zum Seoul Tower gestartet. Es war eine sehr klare und kühle Nacht, sodass man einen wunderschönen Ausblick über Seoul hatte. Man kann nur durch Lichter in der Ferne erahnen, wie groß die Stadt ist. Den Eindruck von Energieverschwendung kann man am besten visuell beschreiben.

Schließlich war ich am Dienstag shoppen. Für alle, die selbst einmal nach Seoul fahren und shoppen gehen wollen: Vergesst Dongdaemun mit seinen ganzen kopierten Sachen, Myeongdong ist dafür viel besser geeignet. Es gibt dort viele Läden im westlichen Stil und manche sehen sogar noch prunkvoller als wir es kennen aus. Ich habe mir nun endlich eine zweite Jeans zu gelegt. Und obwohl ich mehrere Kilo hier verloren habe, ich habe keine Ahnung wo, musste ich die Hose zwei Nummern größer als normal kaufen. Das liegt wohl daran, dass das Kaufhaus „UNI QLO“ aus Japan stammt und die Kleidung auch eher auf Japaner zugeschnitten ist. Nebenbei habe ich mir noch einen Kapuzenpullover und einen Gürtel zugelegt. Auf dem nach Hause Weg habe ich mir noch eine Uhr für 6€ zu gelegt. Eine Originale versteht sich von selbst….
Unter der Kategorie Bilder befinden sich die Impression zu den Wörtern.
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27. Oktober 2008

Eingelegter Chinakohl

Ich liebe Kimchi - eigentlich nicht wirklich. Trotzdem waren der Martin und ich am Sonntag auf dem Kimchifestival. Eigentlich eher durch Zufall, da unser Hauptziel der Park um das Namsangol Hanok Village am U-Bahnhof Chungmuro war. Wir wollten ein bisschen im Park lesen und das schöne, kühle Wetter genießen. Es ist auch kein gewöhnlicher Park, so wie wir ihn kennen. Es ist mehr ein Museum über ein traditionelles Dorf mit Grünflächen rundherum. Diese darf wiederum nicht einmal betreten, sodass wir uns dann gewöhnlich auf den Holzboden der Holzpavillons legen. Das Kimchifestival war mehr eine Ausstellung verschiedener Kimchikreationen und ein wenig Show, die wir aber leider nicht verstanden haben. Neben einer Siegerehrung für den besten Koch erklang immer wieder das Kimchilied. Da man die Kreationen aber mit Worten schlecht beschreiben kann, lass ich den Buchstaben Bilder folgen.
(weitere Bilder gibt es unter dem Link Bilder und in der Kategorie Busan gibt es jetzt auch Videos)

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21. Oktober 2008

WM, Hochzeit und viel Meer

Lange Zeit gab es hier nichts Neues zu lesen, doch das wird sich wieder ändern. Nicht, dass hier nichts los ist und es nichts zu berichten gibt, viel mehr hatten wir Zwischenprüfungen und mussten dafür doch ein bisschen was machen. Aber kommen wir zurück zum Standardanfang der letzten Einträge - das Wetter in Seoul-.
Ich habe in den letzten Wochen gerne über das Thema gesprochen, weil ich genau wusste, dass wir mit unseren 23°C und mehr ein wesentlich besseres Wetter als in Deutschland haben. Doch das Blatt hat sich gewendet. Seit 4 Tagen ist es mit kurzen Hosen und Flip Flops doch etwas kalt und feucht an den Füßen. Das liegt vielleicht an den 13°C und Regen...

Doch kommen wir zurück zum 15.10.2009. An diesem Tag waren auf der ganzen Welt Qualifikationsspiele für die Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika. Das wollten wir uns nicht entgehen lassen und haben uns am Abend auf den Weg in das Weltcup Stadium von Seoul gemacht. Die Karten für das Spiel Südkorea gegen die Vereinigte Emirate kostete keine 15€. Dafür haben wir aber auch nichts von dem Spiel erwartet. Im Nachhinein hat sich unsere Vermutung aber auch bestätigt. Es gab zwar viele Tore aber wenn man das Spiel mit dem Niveau der europäischen Liegen vergleicht, weiß man warum Südkorea vor 6 Jahren mit Guus Hiddink nicht Weltmeister wurde. Baseball, Teak wan do und Judo entsprechen den koreanischen Fähigkeiten einfach mehr. Das hat man auch an der Nationalität der Fans bemerkt. Es war ein wahres Fest der westlichen Kultur. Man hätte fast meinen können, dass das Stadion in Europa steht und die Koreaner zu besuch. Trotzdem war die auf der koreanischen Seite im Stadion sehr gut. Es wurde immer wieder Ode an die Freude und „ohhhh Pisse Korea“ angestimmt. Nach 90min ist so ein Spiel bekanntlich Schluss. Für uns war aber auch nur das Spiel vorbei. Der restliche Abend wurde in diversen Bars verbracht, sodass wir anschließend fast direkt zur ersten Vorlesung starten konnten.

Für das Wochenende vom 17.10-19.10 waren wir nach Busan zu einer koreanischen Hochzeit eingeladen worden. Woo Gon Park, der koreanische Austauschstudent, der voriges Semester in Berlin studiert hat, hat mich mit Freunden (in dem Fall zählen Brahim (FR) und Martin (A) zu meinen Freunden) zur Hochzeit seines Bruders eingeladen. Als Transportmittel standen Flugzeug, KTX (Schnellzug), Zug, Komfort Bus und Express Bus zur Verfügung. Da es prollig aussieht, wenn Studenten mit dem Flugzeug gereist kommen, haben wir uns für den Bus entschieden. Für den günstigeren Express Bus hätten wir 2 Stunden warten müssen, sodass wir unseren Platz im Komfort Bus eingenommen haben. Komfort heißt 30 Sitze (3 per Reihe), die man fast waagerecht umklappen kann. Ohne die Beine hinter die Ohren verschränken zu müssen, machen Busreisen richtig Spaß. Nach 5 Stunden sind wir dann auch endlich angekommen. Mit dem Taxi ging es direkt zur Vorstellungsrunde in das Appartement von Gons Bruder. Nicht schlecht, 17. Stock, 2 Jahre alter Neubau von LG (fast alle Wohnkomplexe gehören zu einem Chaebol), riesiger Flachbildfernseher… und ein Gartentisch mit festangebrachten Bänken runden das Bild ab. Ein kurzes annyeong haseyo zur Mutter und dann ging es auch schon mit dem Auto vom Bruder und 2 Freunden von Gon in unsere Unterkunft. Motel BigApple nennt sie sich, liegt in Strandnähe (Haeundae Beach) und wird uns durch die Bekanntschaft mit den Freunden Gons günstiger angeboten. Dafür müssen wir nach der ersten Nacht in ein kleineres Zimmer umziehen, da die restlichen Zimmer am Samstag alle ausgebucht sind. Man kann das Zimmer, wie es in den vielen anderen Motels in diesem Stadtteil üblich ist, auch für wenige Stunden mieten. „Für die Leute, die nur wenig Schlaf brauchen sehr praktisch.“ Ein kurze Inspektion, des mit drei riesen großen Betten und einer Deckenlampe, die wie ein Sternleuchtet ausgestatten Zimmers und schon ging es in die nächste Bar, um etwas Essen zu fassen. Dort wurden wir auch schon von zwei sehr freundlichen Amerikanern begrüßte. Ach du scheiße war die erwiderte Antwort der beiden auf unsere Antwort zur Frage „wo wir denn herkämen“. Es durfte von den Europäern halt nicht jeder auf den neuen Kontinenten auswandern. Wie dem auch sei ging es danach in den Maktum Club. Gute Musik, ne Menge Spaß und wir haben 4 ältere Münchner kennengelernt. Sie kam gerade vom Oktoberfest. Warum auch nicht, denn sie sind Berufsmusiker, die das Oktoberfest auf der ganzen Welt feiern und verbreiten. Aktuell sind sie gerade in Brasilien auf Tour.
Samstagmittag war das erste Ziel Lotteria Burger. Ein leckerer Burger bei 28°C am Strand. Danach noch schnell ein Geschenk für das Paar kaufen (normalerweise gibt man Geld; da Studenten aber keines haben und es doof aussieht nur 10€ zu geben, hatten wir uns entschieden eine zwei geteilte Vase zu verschenken) und schon saßen wir mit Krawatte und Hemd im Taxi zum Bexco Convention Center, wo die Hochzeit veranstaltet wurde. Ich glaube die Dekoration hängt dort das ganze Jahr und man mietet einfach den Raum. Dort lauschten etwa 150 Menschen den Worten verschiedener Redner. Nebenbei wurde immer Musik gespielt und Seifenblasen durch die Luft gewirbelt. Das Paar hatte sich zu diesem Zweck immer wieder mal drehen müssen und das Kleid wurde aus diesem Grund immer wieder von einer Dame zurrechtgerückt. Nach einer halben Stunde wurde auch schon das abschließende Gruppenbild aufgenommen.

Danach ging es in den Keller in ein koreanisches Restaurant. Kurze Zeit später saß auch das frisch vermählte Paar am Tisch. Doch zu unserem erstaunen hatten sie nun Jeans und Turnschuh an. Ich hoffe das Hochzeitskleid war nur geliehen. Nach dem Essen war die Hochzeit auch schon vorbei und die beiden sind im Anschluss direkt nach Australien geflogen. Für 4 Tage versteht sich, denn für eine längere Zeit hatten beide nicht mehr genügend Urlaub gehabt. Für uns ging es dann zum Strand an dem schon tausende Menschen in den Himmel schauten. Dank zwei Koreaner, die schon 2-3 Stunden im Voraus dagewesen sind, hatten wir auch einen Sitzplatz in Mitten der Menschenmassen. Pünktlich um 20Uhr begann dann auch das Feuerwerk Festival. Gestartet sind die Raketen aus drei verschiedene Richtungen und im Hintergrund sah man ein in allen möglichen Farben beleuchtet Brücke. Von der Brücke aus waren auch einigen Dutzend Laserscheinwerfern in den Himmel gerichtet. Zusammenfassend kann man sagen, was für eine hammer Show. So etwas habe ich noch nie gesehen und dagegen war das Feuerwerk in Seoul nichts. Einfach riesig und mit vielen Details. Es soll hinter China das größte Feuerwerk Asiens sein. Immer noch gut gekleidet ging es in den Club vom Novotel. Sehr nettes Interieur aber auch echt teuer. Ein Tisch ab einen Bestellwert von 150€ aufwärts und ein Bier 0.33 7€. Dafür gab es dann auch österreichisches Weißbier aus Flaschen. Allem in allem war der Spaß durch die Anwesenheit vieler westlicher Geschäftsleute (etwa 70% der anwesenden Leute) etwas gedämpft. Der Sonntag war dann nur noch zum chillen. Ab an den Strand und rein ins Meer. Von Busan nichts gesehen ging es dann mit einem Formel 1 Piloten (Taxifahrer der in der 60iger Zone mit 130 lang gebrettert ist) zum Bus Terminal und mit dem Komfort Bus nach Hause. Bestimmt haben ein paar Koreaner über uns Europäer im Bus geflucht. Aber nicht weil wir Party gemacht haben, sondern weil wir die Leselampen zum Lernen gebraucht haben, zu dieser Zeit die einzige Lichtquelle im Bus.

Nach einem grandiosen Wochenende ging am Montag der Ernst des Lebens wieder los. Lernen, Lernen, Lernen des standen Zwischenprüfungen an. Das hat zwar den Vorteil, dass man bei der Abschlussprüfung nicht so viel lernen muss und dass sich die Endnote aus verschiedenen Noten zusammensetzt, aber dafür muss man auch im Semester lernen. Eine Klausur durfte ich zu Hause schreiben, weil wir dafür Excel brauchten. Die Investmentklausur bestand zu über 60% aus Multiple Choice Fragen. Überhaupt nicht mein Fall. Da hatte man vier ähnlich klingende Sätze zur Auswahl und sollte den richtigen raussuchen. Dafür müsste man aber das Buch kennen…. Aber mein Wissen aus Deutschland hat mich letzten Endes gut voran gebracht. Außerdem sind die Klausuren in Englisch 50% einfacher als die in Koreanisch… Die letzte Prüfung, Group Dynamics (Psychologie) musste ich einen Tag nach meinem Geburtstag schreiben. Deshalb gab es am 22.10 nur Pizza für das Appartement. Wir haben das aber kräftig mit Finnischer Importware am 23. Nach geholt.

Die Prüfungen sind rum und nun haben wir endlich wieder mehr Zeit Seoul zu erkunden.

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12. Oktober 2008

Hyundai, das beste Auto der Welt...?!?

Seit einer Woche gab es hier keine Änderungen mehr. Wir verfallen auch immer mehr in die Uni-Routine, sodass es nur noch kleine Ereignisse gibt, die ich in einem Blogeintrag zusammenfassen kann.
Am Samstagabend (04.10.2008) ging es wieder in Richtung Innenstadt zum Hang River. Geplant war ein ruhiger Abend mit einer Feuerwerksshow. Viel zu spät ging es mit der Uni in Richtung U-Bahnhof Yeouinaru. Dort konnten wir dann aber schon einen Punkt von unserem Plan streichen. -Ruhig- Der U-Bahnhof war gnadenlos überfüllt. Überall standen Polizisten die den Leuten erklärten auf welcher Seite sie zu gehen haben (ist ja auch nicht so leicht, wenn man mit dem Auto auf der rechten Seite fährt aber auf der linken Seite laufen soll). Draußen ging es auch keinen Meter vorwärts. Ich fand das Spektakel aber dennoch sehr amüsant. Denn ich brauchte mir auf Grund meiner Größe keine Sorgen machen verloren zu gehen. Das einzig schlimme war, dass wir uns in Richtung Osten gedrückt haben, aber viele Menschen auf Grund einer Fehlmeldung sich versucht haben nach Westen durch zu schlagen. Was für ein Chaos. Als ob die Menschen noch nie ein Feuerwerk gesehen haben. Nach dem von der einen Stunde Feuerwerk bereits 30min verstrichen waren, haben wir es dann auch zu einem etwas ruhigeren Punkt, wo man das Feuerwerk auch sehen konnte, geschafft. Es war schon nett anzusehen aber verglichen zu den Pyronalen in Deutschland war es auch nicht mehr. Nach dem sich am Ende die Menschenmassen wieder zurück zur U-Bahn gequält haben, sind wir in Richtung G25 Supermarkt (der auf einen Schiff ist) gelaufen und noch ein paar andere Leute zu treffen. Dort ging das Chaos weiter. Es durfte nur immer eine bestimmte Anzahl an Leute in den Markt. Beim Warten haben wir aber auch noch eine andere amüsante Situation gesehen. Eine Gruppe Polizisten (in Korea gibt es für „jeden“ Kerl eine 2jährige Wehr- bzw. Polizeipflicht. Das kann sich derjenige aussuchen. Dafür sind die Polizisten dann aber auch sehr jung und doch recht schmal und schmächtig) ist bei uns vorbei marschiert. Vorne und hinten einer mit Lampe und los ging es. Nein, dass ist noch nicht spannend. Der Punkt ist, dass nach die Polizisten nach jeder noch so kleinen Situation durchgezählt werden, sodass auch keiner verloren gehen kann. Die achten hier echt auf ihre Jugend (Zukunft)… nach einem Sandwich und Bier bei G25 ging es auch wieder heim.
Am Sonntagabend ging es zum Hi-Seoul-Festival an der City Hall. Nebenbei hier gibt es verdammt viele Festivals. Jedes kleinste Ereignis wird auf extra dafür aufgebauten Bühnen gefeiert. Leider wissen wir nicht immer, warum die Menschen etwas bestimmtes feiern. Beim Hi-Seoul spielten verschiedene Bands darunter auch No Brain. Leider ist es hier üblich, dass die ersten Reihen bestuhlt sind und die Zuschauer steif raumsitzen. Das hatte sich dann bei den letzten Liedern glücklicherweise geändert.
Am Dienstagabend waren wir beim Jazzfestival. Dort gibt es einen Monat lang jeden Abend Jazzmusik für 70cent. Das sollte man auch mal in Deutschland einführen. Kultur für lau. Die Atmosphäre wurde erst mit der passenden Lümmelpostion auf den viel zu harten Holzbänken angenehm. Die an diesem Abend gespielte Jazzmusik war von der langsameren Gangart aber dennoch sehr angenehm zu hören. Leider gab es zwischen den Liedern immer eine 10min Pause. Aber nicht weil irgendwelche Grundbedürfnisse befriedigt werden mussten, sondern nur schlicht aus dem Grund, dass sich die Sängerin vor jedem Lied mitteilen musste. Leider auf koreanisch und mit viel zu viel Drogen im Körper. Anders lässt sich der langsame und mit vielen ohh’s und ahh’s gespickte Monolog nicht erklären. Aus wirtschaftlicher Sicht aber vollkommen in Ordnung. 70cent für 2 Stunden Unterhaltung und eine Stunde Musik kann mit der Kosten-Nutzen-Analyse positiv bewertet werden. Es wird auch sicher nicht das letzte Konzert für uns gewesen sein.
Am Donnerstag stand ein Besuch vom Hyundai Werk (Asan) an. Das ganze wurde von unserem Professor in Korean culture and management organisiert. Ich möchte aber noch einen Schritt zurück gehen. Vor eine Woche hatte der Dozent noch gefragt, wer alles nicht am Ausflug teilnehmen will. Es hatte sich keiner gemeldet. Im Endeffekt saßen 15, pardon inklusive Busfahrer und Dozent, 17 Personen im Bus, der für 40 ausgelegt ist.
Viel Platz um die 2 Stunden Fahrt zu verschlafen. Bei der Ankunft haben wir auch gleich Funkkopfhörer bekommen und auf ging es in das erste Werk. Die Erklärung kam von einem PR-Verantwortlichen, der zwar fließend Englisch konnte. Doch leider hatte er die Aussprache noch immer im Koreanisch-Modus. Im ersten Werk konnte man sehen, wie die Bleche zu Karosserieteilen gepresst und anschließend verschweißt wurden. Wir ihr auf den Bildern sehen könnt (Fotografieren war strengstens verboten –ich habe auch keine gemacht, ich habe für solche Aufgaben meine Leute-) konnte man relativ nah an die Roboter und Arbeitsstätten heran. In der Halle arbeiten 6x soviele Roboter wie Menschen. Anschließend gab es eine Präsentation (die grünlich gefärbten Bilder) im Empfangshaus. Danach ging es in die Halle der Endmontage. Dort waren wieder mehr Arbeiter zu sehen. Wir konnten das ganze Geschehen aus dem 2. Stock von einer „Zuschaulauffläche“ bestaunen. Am Ende gab es dann noch ein Modellauto von der Hyundaiart, die dort u.a. produziert wird und ein paar Abschiedsworte –Qualität, vielen Dank für den Besuch, Zukunft, die neue Nummer 1, Qualität, Zufriedenheit mit anderen Worten ich werde mir wohl irgendwann auch so eine Reisschüssel zu legen. Nach seinen Worten kann das Auto alles und ist auch alles. Wie auch immer, die Fahrt war kostenlos, da kann er dann auch ein bisschen Werbung für seinen Arbeitgeber machen. Und nach einer Stunde ging es dann wieder zurück nach Seoul. Habe ich eigentlich schon einmal erwähnt, dass der Bus das schnellere Fortbewegungsmittel auf Autobahnen ist. Busse haben nämlich ihre eigene Spur und können so am Stau vorbeifahren. Auch so fahren die Busse schneller als 80% der Autos von den Spuren daneben.
Am Samstag ging es für mich zur Seoul Station. Dort gibt es einen Lotte Mart. Der erste Markt, der mit einem deutschen Supermarkt vergleichbar ist. Dort gibt es von Klamotten, über Fisch zu Fernsehern alles. Auch lebende Fische und Meerschweinchen. Doch alles einen Tick günstiger als in den kleinen Märkten in unserer Gegend. Zwei Signifikante Unterschiede gibt es aber doch im Vergleich zu deutschen Märkten. Für etwa alle 2 Regalreihen ist eine Verkäuferin zuständig. Ich weiß nicht, ob diese Provisionen erhalten, aber sie machen schon mächtig Werbung für die Produkte ihrer Abteilung. Das lässt die Lautstärke schnell auf den Pegel eines Jahrmarkts ansteigen. Der andere Unterschied ist, dass es dort eine Riesenauswahl am frischen Fisch und Fleisch gibt. Zu fast jedem Kühlregal gibt es einen kleinen Grill, wo das Fleisch schon einmal probiert werden kann. Ich habe im Endeffekt aber nur Tee (einen Teil des Tees habe ich kostenlos bekommen, da ich als Ausländer doch sooo nett bin oder wohl eher weil ich inkl. Kanne genügend Umsatz gemacht hätte. Was die Verkäuferin aber nicht weiß. Ihre Kanne liegt 8 Regale weiter bei den Töpfen, denn ein billiges Sieb ist für mein Vorhaben Tee zu kochen mehr als ausreichend), Suppen und 2 Federballschläger gekauft. Mit den Schlägern auf den Rücken bin ich anschließend quer durch die Innenstadt Seouls gelaufen. Das stand zwar erst gar nicht so auf meinem Plan, aber das schöne Wetter, die nette Aussicht und die guten Lieder meines MP3-Players haben mich immer weiter laufen lassen. Ab durch die Hintergassen zurück zur Wohnung (in 4 Stunden).

Die restliche Zeit der Woche habe ich mit Lernen, Sport oder nichts-tun verbracht.
Achja das Personalpronomen „wir“ steht nicht für eine schizophrene Ader. Ich will nur keinen mit den ganzen Namen der anwesenden Personen langweilen. (Ich bin einfach zu faul) und bei 5 Mio Menschen die beim Feuerwerk waren, wird die Liste mit den ganzen Lees, Kims und Parks relativ schnell lang.
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5. Oktober 2008

Brief eines Professors

Im Folgenden könnt ihr euch ja mal ein Bild machen, was die Dozenten so schönes schreiben.
Der erste Text ist von meinem (Lieblings)Professor von Administrative Management Science:

How's going mgt. science students in this holiday?



I inform you future class schedule and midterm exam schedule.



First is mid-term exam type.

I have a plan to take-home exam instead of in-class exam.

Everybody have common sense that in-class exam is too difficult to solve problems and most problems

are time comsumming questions. Therefore mid-term exam is take-home exam


I distribute the exam paper on 10. 15(Wed) class or post up I-campus.

Due date is next Wed. class(10.22). Please post it up I- campus or submit me at that time.

Second. please let me know who have a class on 10.14 (Tue) at 3:00 pm.

I have a plan to special lecture about network analysis from prof. Richard Feiock (Florida State Univ.)

instead of Moday Class(10.13). If most of peple have a class at that time, I will change my plan.

Please feel free to talk about those issues at Monday class.

See you then and have a nice weekend.

HJ


Der zweite Text ist eine Antwort auf eine Mail vom Chris als er wegen Krankheit in der Wohnung bleiben musste:

Chris

I feel sorry to hear that you are sick. Especailly, when you are far away from your country and family, you need to be always healthy, cause you family may worry about you a lot.

I hope that you feel better soon. Let me know if you have further help and issues.
See you soon.

MG
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4. Oktober 2008

VIPs, Bars und Casino Royal

Den Einstieg für die Zeit vom 29.09 bis 03.10.2008 macht mal wieder das Wetter, denn es gab einen kleinen Wetterumbruch. Der Spätsommer ist mit 25°C und Sonnenschein wieder zurück. An solche Herbsttemperaturen kann mann sich echt gewöhnen. Aber die Zeit der bitteren wird schon bald kommen, leider. In den letzten Tagen habe ich aber nicht nur das Wetter beobachtet, deshalb folgt in den nächsten Zeilen eine kleine Zusammenfassung der Woche.

Am Montag (29.09) hätte ich eigentlich regulär Administrativ Management Science gehabt. Da der Dozent aber gerade erst aus den USA zurück kam und es draußen sonnig warm war, haben wir uns für die Vorlesung im freien entschieden. Das dachte ich zu mindest. Wir sind dann aber geradezu in eine Bar gegangen, haben es uns dort gemütlich gemacht und uns 1 Stunde lang über alles mögliche unterhalten. Leider konnte ich mich nicht mit jedem unterhalten, da viele sich nicht getraut haben englisch zu sprechen. Interessanterweise ist auch ein Schauspieler in unserer Klasse, der in Korea wohl sehr für seine Auftritte in Seifenopern bekannt ist. Ganz wie in Deutschland ist die Gesprächsrunde aber nicht verlaufen. Zum einen hat uns der Dozent zum Schluss alle eingeladen (ja so macht man sich Freunde) und zum anderen hatte ich einen Kommilitonen gebeten die Person neben sich zu fragen, ob er sich nicht an den Gesprächen beteiligen will. Leider weiß ich die Antwort bis heute noch nicht, da die Person, die er ansprechen sollte, älter war und durch die hierarchische Lebensweise war es ihm wohl nicht gestattet ihn einfach von der Seite anzureden. (Ich habe wirklich fast geglaubt, dass die jüngeren uns von der Einstellung ähneln; dem scheint aber nicht so zu sein)

Abends ging es dann wie so oft eine Runde joggen und nebenbei ein paar Übungen an den öffentlichen Trainingspunkten. Wir haben hier nämlich gleich einen Berg mit Wald in der Nähe, in dem es immer wieder Workoutpunkte gibt. Ähnlich einen Trimm-Dich-Fit-Pfad. Nur das die Geräte professioneller sind und man mit Eigengewicht und zusätzlichen Gewichten trainieren kann. In Deutschland unvorstellbar, so etwas zu errichten, da nach kurzer wahrscheinlich alles geklaut werden würde. Und diese Plätze sind gut mit älteren Leuten gefüllt. Die könne hier einem noch richtig was vor turnen. Ich werde die Tage mal Bilder davon machen.

Am Dienstag hatte ich am Tage Vorlesung und abends sind Christian, Ibrahim, Dennis, Ji und Ich zu einem kleinen Fest auf dem Unigelände gegangen. Dort hatten verschiedene Fakultäten Bars aufgebaut. Wir haben uns zur Juraabteilung gesetzt. Das Bier 5000Won (3€) war teurer als in einer Bar. Wir haben uns für einen Sojucocktail entschieden. Nach kurzer Zeit waren wir aber auch nicht mehr allein am Tisch. Der "Chef" (Mr. Kim - 24Jahre will aber Mr genannt werden) der Truppe hatte sich uns vorgestellt und gleichzeitig eine Runde Bier springen lassen. Das ein Koreaner anfängt Freundschaften mit westlichen Menschen zu schließen konnte die anderen Koreaner nicht mit ansehen. Und so kamen immer mehr an unseren Tisch geströmt. Jeder wollte mit uns reden, Freundschaften schließen und trinken. Die Koreaner trinken echt schnell, dafür sind sie aber auch die ersten beim Wiederkäuern. Nach unzähligen neuen Namen (die ich alle schon wider vergessen habe), leckerem Essen und unzähligen Freigetränken wurde ich sogar auf der Toilette angesprochen. Wer ich bin, wo ich herkomme und etc. Die VIP Rolle fängt in solchen Momenten echt an zu nerven. Manche wollte uns sogar ihre Freundin "überreichen" Beide Seiten haben sich natürlich strikt geweigert und die Mädels sind schnell weggerannt. Wenn ich so einen Freund hätte, würde ich auch nur wegrennen. Letztendlich hatten wir eine Rechnung von über 100.000Won (60€) gehabt. Bezahlen mussten wir aber nicht, wir sollen den Leuten, die unsere Nummer haben, nur auf ihre SMS antworten (habe ich eigentlich schon einmal erwähnt, dass eine SMS hier nur 90 Zeichen haben darf..?) Freundschaften mit westlichen Leuten ist für die Koreaner sehr wertvoll, deshalb tuen sie auch fast alles dafür. So steht es im Buch, so ist es auch -fast- überall in Wirklichkeit.(Fast heißt, dass die jungen Koreaner, die doch recht westlich aufgewachsen sind und gern in Clubs gehen (was einige nicht gern machen) uns nicht auf Händen tragen, sondern ganz normal behandeln) Wir haben den Koreanern auf dem Campus versucht zu erklären, dass sie das gar nicht machen müssen, da wir auch ohne "Geschenke" neue Freundschaften mit ihnen schließen wollen. Denn ohne koreanische Freunde sieht man von Seoul vielleicht 20%, der Rest bleibt einem Ausländer dann doch verborgen.

Am Mittwoch waren Chris und Ich wieder auf einer VIP-Party. Diesmal bei den Statistikern. Diese hatten aber leider kein Bier mehr und wir wollten keinen Soju. Der Kompromiss war, dass sie schnell mit dem Roller zum nächsten Supermarkt gefahren sind und extra für uns frisches Bier geholt haben. Der Rest war ähnlich dem des Vorabends. Obwohl ein Punkt doch verschieden war. Es gab noch ein Live-Konzert von einer (für uns nicht aber für die Koreanern) sehr bekannten HipHop Gruppe. Das erste Lied klang und sah auch noch nach Gangster-HipHop aus. Im zweiten Lied kamen aber auch noch mehrere Backroundtänzer und eine Frauen stimme dazu. Das machte die Songs niedlich weich und die Gruppe zum Star in Korea.

Am Freitagabend sind wir in Casino gegangen. Was ist der Hauptgrund für ein Casino in Seoul? Richtig, das kostenlose Essen und die freien Getränke. Ab ging es mit dem Reisepass bewaffnet (Koreaner ist es verboten im Casino zu spielen) in die CoexMall. Ich hatte mich dem üblichen Dresscode mit Hemd, guter Hose und Schuhen verschrieben. Das hätte ich aber gar nicht machen brauchen, da neben mir beim Roulette ein Herr im Jogginganzug saß. Das Essen war lecker, die Cocktails OK und das Glück hatte ich zugunsten der Liebe in der Unterkunft gelassen. Für 18€ hatte ich aber einen vollen Magen und doch recht viel Spaß. Das wird wohl auch unser wöchentlicher Männerabend werden. Noch weniger spielen und noch mehr trinken und essen ;-)
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30. September 2008

Traditionelle Häuser, altes Handwerk und Reis, Reis, Reis

Bevor ich mir den Einstieg zu schwer mache, fange ich einfach wieder mit dem Wetter an. Es ist kalt. Am Wochenende kam der Herbst doch schneller als erwartet und zwang das Thermometer in die Knie. Mittlerweile sind auch wir in Seoul bei 16°C angekommen. Nicht so kalt wie in Deutschland, aber nach den warmen Monat fühlt es sich doch verdammt kalt an. Es gibt aber auch Ausnahmen. Die Isländer laufen noch immer in kurzen Hosen und T-Shirt herum. Die haben wohl noch keinen richtigen Sommer erlebt, dass sie das Wetter als angenehm empfinden.
Wie dem auch sei, kommen wir zu den Ereignissen der letzten Tage.

Am Wochenende stand eine Fahrt nach Jeonju an. Doch vor einer großen Fahrt soll man sich stärken und so haben wir die Nacht von Freitag den 26.09.2008 zum Samstag in diversen Bars verbracht, sodass wir pünktlich zur Abfahrt aus den Bars zurück waren. Ohne Schlaf und jegliches wissen, was man alles in den Rucksack getan hatte, ging es mit dem unieigenen Bus nach Jeonju. Die Fahrt dauerte etwa 3 Stunden, die gleichzeitig auch den Zeitrahmen für den Schlaf vorgaben. Am Zielort wurden wir im Rathaus von diversen Leuten, die sich leider nur auf koreanisch vorgestellt hatten, empfangen. Mit der Zeit haben sie aber gemerkt, dass unser Koreanisch noch nicht ganz perfekt ist und haben uns dementsprechend eine Dolmetscherin zur Seite gestellt. Nach einem Gruppenfoto, das jegliche ältere Herren von uns geschossen haben
(btw. muss ich auch erwähnen, dass wir bei fast allen Ausflügen und den damit verbundenen Aktivitäten von irgendwelchen Leuten fotografiert werden. Ob unser Dasein immer eine so wichtige Rolle für ein Foto spielt, mag ich an dieser Stelle nicht kommentieren)
ging es zum Mittagessen. Es gab "leckeres" Bulgogi. Der Reis und das Fleisch war lecker. Für die "gut" aussehenden Beilagen war ich aber leider schon zu satt. Mehr oder weniger gestärkt ging es dann in ein Hanokviertel. Unter Hanok versteht man die typischen historischen Häuser Koreas. In vielen Teilen des Landes sind diese Gebäude verfallen und wurden durch moderne Apartmentblöcke ersetzt. Jeonju ist eine der wenigen Städte, der diese Häuser erhalten geblieben sind und Touristen zugänglich gemacht werden. Dort haben wir uns dann die Architektur der besagten Häuser angesehen und etwaige Handwerker zu geschaut. Am Ende der Tour haben wir dann selbst Seifen hergestellt. Ich habe mich für Lavendelseife aus Kastanienextrakt entschieden. Heute stinkt sie über meinen Schreibtisch nur so vor sich hin. Nach der Villagetour sind wir 400m mit dem Bus zur nächsten Station, die Touristenausstellung von Jeonju gefahren. Dort haben wir erst den Klängen alter Instrumente gelauscht und haben danach das Abendessen "genossen". Neben Reis, "wundervollen" Beilagen, einem gekochten Fisch, der einen mit seinen blauen Augen noch beobachten konnte, gab es ein Glas Bier. Wir haben uns aus hungersgründen für den Reis und das Bier entschieden. Der Genuß wurde durch eine Sängerin noch "versüßt".


Der Schlafplatz, den wir gleich nach dem Essen, aufgesucht haben, war ebenfalls in einem Hanok. Ein ganz gemütliches Häuschen für 9 Personen mit 3 miteinander verbundenen Zimmern. Das Haus war sehr altertümlich gestaltet und so haben wir traditionell auf dem Boden mit Fußbodenheizung neben dem 42 Zoll LCD-Fernseher geschlafen. Natürlich lässt es sich mit leeren Magen nicht schlafen und so muss ich noch eine Kleinigkeit, die wir vor dem Schlafen gehen erledigt haben, erwähnen. Davor sind wir nämlich gleich zu Lotteria Burger gerannt, um uns die Nacht mir Burgern zu versüßen.

Am nächsten Morgen (Sonntag d. 28.09.2008) ging es nach dem Aufstehen direkt zum Frühstück. Mh lecker mit Croissants, frischen Obst und Sonnenschein startet es sich doch angenehm in den Tag. Die Sonne schien, die Croissants waren Reis und das Obst war eingelegtes Gemüse. Es kam einen schon so vor, als ob wir das Abendessen vom Vortag nicht aufgegessen hatten und es so noch einmal zum Frühstück präsentiert bekamen. Da lacht das Herz und der Magen dreht sich in alle Richtungen. Also haben wir ein Zeitlimit von 45min bekommen um uns etwas essbares in der Stadt zu suchen. Ich habe mich für ein Sandwich und Saft entschieden. Zu spät ging es dann in eine Papierwerkstatt. Dort haben wir eine Holzbox künstlerisch mit Papier beklebt. Laut den Worten der Damen, die uns geholfen haben, ist so eine Federtasche aus Holz entstanden. Wie auch immer. Danach haben wir selber Papier hergestellt. Und schon war auch der Vormittag vergangen. Zeit für ein ordentliches Mittagessen. Dieses war dann doch etwas "abwechslungsreicher". Es gab Bibimbap (eigentlich gar nicht so schlecht) mit den Beilagen, die wir schon 3x hatten (natürlich neu zubereitet). Der Magen war nun nicht mehr halb leer, sondern halb voll. In diesem Zustand ging es zum Höhepunkt des Sonntags, eine traditionelle Hochzeit. Es war aber keine reale, sondern nur eine von uns nachgespielte. Interessanterweise kennt der Bräutigam seine angetraute Frau vor der Hochzeit nicht und sieht sie somit zum ersten Mal. Der Rest bestand aus verschiedenen Bräuchen, wie zum Beispiel die Übergabe einer Plastikente (die im Ernstfall die andere Person suchen soll) und das tragen bunter Kostüme. Anschließend haben wir alle noch eine halbe Stunde Trommelunterricht bekommen und sind dann wieder zurück nach Seoul gefahren.

Insgesamt war das ein außergewöhnliches Erlebnis für 15€ (den Rest hat die Regierung getragen). Leider gab es damit auch den zweiten Kulturschock. Zwei Tage traditionelles, koreanisches Essen und Kultur ist dann doch etwas zu viel. Man empfindet danach Seoul als seine zweite Heimat und Fluchtpunkt. Wir waren die ersten Austauschstudenten, die diese Fahrt unternommen haben und im nächsten Jahr wird diese wohl ein wenig westlich abgeändert.
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24. September 2008

Bilder, Whisky und Käse

Wenn man nicht weiß, wie man anfangen soll, dann gibt es an dieser Stelle einen Tipp. Man startet einfach mit dem Thema Wetter. Aktuell (24.09.2008) ist es bedeckt bei 24°C. Es wird von Tag zu Tag ein Tick kühler und der Herbst kommt immer näher. Ist aber nach den warmen Wochen ganz angenehm. Nun genug über das Wetter geredet und ab zu den Themen der letzten Tage.

Nach dem ich meinen Kopf dem Schleudergang der Waschmaschine entziehen konnte, hat mich der Gon (Koreaner der ein Semester an der gleichen Uni wie ich in Berlin studiert hat) zu einer Vernissage am Samstagabend eingeladen. Ich durfte eine Begleitperson mitbringen und so habe ich mich gegen die Blondine mit dem schwarzen Kurzen entschieden (sieht ja auch bescheuert aus bei einem galaähnlichen Empfang mit einer weiblichen Begleitung zu erscheinen) . Chris und Ich haben uns dann in Schale geworfen und schon ging es direkt nach Cheongdam (Seoul), wo die Galerie ist. Die Einwohner in diesem Teil Seouls scheinen wirklich Geld zu haben, wenn sie sich die Sachen in den Läden leisten können. Nicht das wir uns die Sachen aus den Läden in unserem Stadtteil nicht auch leisten können, aber die Geschäfte unterscheiden sich im Detail dann doch. So gibt es dort u.a. Gucci, Prada, Armani Läden, diedas Studentenportmonnaien dann doch etwas sprengen. Aber zurück zur Vernissage. Wir waren mit Abstand die jüngsten Leute vor Ort und im Vergleich zu uns erschienen die anderen Gäste mit ihrem europäischen Auto. Und schon waren wir auch Mitten im Geschehen. Zwischen schönen (und zum Teil doch sehr abstrakten) Bildern, House Musik und Käse (endlich mal wieder Käse, was für ein schönes Gefühl) haben wir unser Fachwissen über Kust mit einem Glas Whisky (die Flasche zwischen 2.500€ und 46.000€ ) kundgetan. Wir sind dann etwa 1,5 Stunden philosophierend von Ausstellung zu Austellung gegangen. Den Abschluss bildeten die Werke verschiedener deutscher Künstler. Diese waren aber nicht gerade hell bzw. farbenfroh, sodass uns ein paar Koreaner fragten, ob wir immer so eine düstere Einstellung haben. Mit dem Whisky im Blut aber wir das natürlich verneint. Beim Gehen haben wir noch schnell ein Foto von einem Koreanischen Filmstar geschossen (keine Ahnung wir der heißt aber die anderen scheinen ihn (wieder)erkannt zu haben, so wie sie um ihn herumstanden), dann ging es weiter nach Hongde (Stadtteil von Seoul mit sehr vielen Clubs). Auf Grund des kurzfristigen Fahrplanwechsels der Bahn (hier heißt Mitternacht wohl Feierabend) ging es für relativ viel Geld (wir haben 14€ gezahlt, die anderen beiden Koreaner im Wagen nur 4€...) mit dem Taxi weiter. Die Nacht haben wir dann zusammen mit vielen anderen Europäern im Cargo Elektroclub zum Tag gemacht.

Am Montag war ich wie immer bei meiner Lieblingsvorlesung. Lieblingsvorlesung, weil mir das Thema Administrativ Management Science sehr viel Spaß macht und auf der anderen Seite mein Liebling, da das schlechte Englisch des Professors gepaart mit einer Briese Verwirrtheit doch sehr amüsant ist.




Am Abend waren wir im Lotte Department Store. Das ist einer der teuersten Kaufhäuser Seouls, dafür kann man dort einige Importwaren ergattern. Das war auch unser Ziel. Denn ich hatte die Idee Dennis (Niederlande) zum Geburtstag Käse zu schenken. In Deutschland ein unvorstellbares Geschenk hier aber eine edle Ware. Das Stück Gaudakäse war etwa 7€, Salami 100g 8€ und so weiter. Man stand also mit offenen Mund vor den Leckereien. Wir haben uns letztendlich mit dem Käse und einer Tomatensoße auf den Weg nach Hause gemacht. Den Gauda haben wir in einer Tüte mit Plastiktütenstreifen als Schleifenband verpackt und ihm um Mitternacht übergeben. Am folgenden Abend war dann auch die Geburtstagsfeier. GJ eine Koreanerin hatte für das ganze Apartment gekocht und wir ihr auf den Bildern sehen könnt, hatten wir einen sehr exklusiven Tisch aus Koffern. Zum restlichen Abend brauch ich nicht viel zu schreiben, da die Bilder doch sehr aussagekräftig sind.
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20. September 2008

Der Kopf in der Waschmaschine

Als ich am Freitagabend (19.09.2008) in der Unterkunft ankam, fühlte sich mein Kopf wie ein Wassertropfen bei 1000 Umdrehungen pro Minute in der Waschmaschine an. Und auf geht es in eine neue Runde, im wahrsten Sinne des Wortes. Aber erstmal ganz von vorn wie dieser Zustand überhaupt entstanden ist. Nein, Drogen spielen hier keine Rolle!

Das ganze begann Anfang September als Chris und ich in der Mensa des 600th Anniversare Buildings der SKKU mehrere Flyer mit der Aufschrift Summerparty fanden. Innen liegend fanden wir eine Gutschein für zwei Bier zum Preis von einem. Na das klingt doch gut und so haben wir in deutscher Manier gleich so viele Gutscheine mitgenommen, wie wir greifen konnten. Tage später habe ich einen koreanischen Kommilitonen gefragt, was die anderen Coupons (in koreanischer Sprache) zu bedeuten haben. Die ersten 3 Coupons waren für einen verbilligten Eintritt im Vergnügungspark Everland, Wasserpark CaribbeanBay (der wohl größte Wasserpark der Welt) und eine Kombination von beiden. Die anderen 3 Gutscheine waren nur für XX Chromosomenträger gedacht. Der anfängliche Flyer für eine Summerparty wurde so immer wertvoller. Die Tage gingen ins Land. Am Anfang der 38. Kalenderwoche 2008 kam mir dann die Idee die Gutscheine für den Wasser- und Vergnügungspark am Freitag einzulösen. Zum einen hatten wir da noch nichts vor und zum anderen waren die Gutscheine nur bis zum 21.09 gültig. Im Laufe der Woche konnte ich immer mehr Leute von der Idee am Freitag und nicht am Wochenende, wenn einige Koreaner frei haben zu fahren, überzeugen. So ging es dann zu siebend (Nikolaos, Dennis, Chris, Martin, Irinja, Conny, Ronny) am Freitagmorgen los nach Everland. Das klingt so einfach, war es aber nicht. Wir hatten 5 verschiedene Routen zur Verfügung und haben uns für die erste Route aus dem Lonely Planet entschieden. Zu erst ging es mit einer völlig überfüllten U-Bahn (eine haben wir fahren lassen, weil wir dachten die nächste wird schon nicht so voll sein. Falsch gedacht! Also hat sich jeder einen Eingang vorgenommen und sich dann reingedrückt) zum Bus Express Terminal (dieser Name wurde dem Busbahnhof wohl auf Grund seiner Größe (mehr als 30 Terminals) gegeben) und dann mit dem Bus nach Yong-in, wo der Everlandpark sein sollte. Sein sollte, denn die Endtstation war wieder ein Busterminal. Zum Glück konnte uns eine Frau die Busnummer zum Everlandpark nennen. Dort sind wir dann auch nach 2,5 Stunden angekommen. Wir haben uns entschieden erst in den Wasserpark zu gehen, weil dieser um 18 Uhr schließt und der Vergnügungspark erst um 22 Uhr. Am Eingang haben wir uns noch über den Laden mit den Schwimmwesten lustig gemacht. Im Bad selbst kam dann der ernüchterne Ausblick. Nichts mit Bikinis und Badeshorts... fast alle Koreaner trugen eine Schwimmweste in den hässlichsten Blautönen. Naja gut wir können schwimmen, also haben wir entschlossen uns in die künstlichen Wellen zu werfen. Weit sind wir mit der Idee nicht gekommen. Vier Bademeister, eine Beckentiefe von zwei Metern und es war trotzdem verboten sich ohne Schwimmweste im kühlen Nass aufzuhalten. Anfangs haben wir die koreanischen Bademeister gekonnt überhört aber als nur alle zwei Minuten eine Welle kam, haben wir unseren Aufenthalt zu den Rutschen verlagert. Die Outdoor-Rutschen waren leider schon geschlossen also blieben uns noch vier Indoor-Rutschen (zwei Rutschen für Reifen und zwei "normale") An sich waren die Rutschen nichts besonderes. Aber die Anzahl die Leute die dort beschäftigt sind, ist schon enorm. Zwei Leute passen an den Anfängen der Rutschen auf, dass die Leute das Rot der Ampel nicht mit dem Grün verwechseln, zwei weitere Bademeister warten am Ende im 1m tiefen Wasser, dass man dort nicht untergeht. Diese sind aber dringend nötig, da manche Koreaner mit der Schwimmweste in den Armen im flachen Becken aussahen, als ob sie nie wieder hochkommen wollen. Fast vergessen arbeitet eine weitere Person an der Treppe zu den Rutschen. Auf wen sie da aufpasst kann ich leider nicht sagen. Freundlich waren sie zu uns aber alle. Nach dem wir uns 1,5 Stunden im Familien/Kinderbereich aufgehalten haben, entdeckten wir doch noch vier Rutschen im Außenbereich. Von den vieren haben wir uns für die außergewöhnlichst aussehende entschieden. Ich versuche sie mal zu beschreiben. Es ist eine Reifenrutsche bei der die für 4 Personen ausgelegten Reifen mit einem Förderband nach oben transportiert werden. Oben setzt man sich logischerweise in die Reifen und dann geht die Fahrt auch schon los. Nach einer Runde im Kreis um etwas an Fahrt zu gewinnen ging es dann steil, fast im freien Fall, nach unten. Am Ende dieser Strecke war eine angeschrägte Wand angebracht, die man dann mit dem Reifen hochfliegt. Da der Zulauf etwas schräg angebracht war, ging es nicht wieder die steile Strecke nach oben, sondern auf einer hügligen Bahn daran vorbei. Das ist dann auch der Auslauf. Der aufregendste Punkt ist der "fast" frei Fall und das hochschießen an der Wand. Ein super Gefühl was hoffentlich bald von deutschen Bändern importiert wird. Scheitern wird es aber sicher an den fehlenden Sicherheitsvorkehrungen... Nach diesem Erlebnis haben wir das Schwimmbad über die Umkleidekabine, wo man Schleudermaschine. für die nasse Wäsche nutzen kann, in Richtung Freizeitpark verlassen.

Der Park ist in mehrer Kontinente und so finden sich in jedem Teil typische Häuser oder Essensgerichte. Der Eingangsbereich ist verspielt und dem Disneyland nach empfunden. Der Park gehört aber nicht zur Disneygruppe, sondern zu Samsung. Wir haben uns dann von Karussell zu Karussell und Achterbahn vorgearbeitet. Im Unterschied zu anderen Parks müssen die Mitarbeiter den ganzen Tag winken. Egal wo man hinschaute, man wurde immer mit einem Winken in folgender Art begrüßt.
Die Attraktionen waren ähnlich wie in jedem anderen großen Freizeitpark. Herausragend waren da nur eine Achterbahn die durch einen Wald ging und die steilste Achterbahn der Welt. Die hat schon Spaß gemacht und wenn der Martin es schafft das heimlich mitgeschnittene Video auf den Computer zu spielen, werde ich es hier veröffentlichen. Er hatte irgendwann soviel Spaß daran gefunden, dass er die wildesten Fahrten mitgefilmt hat. Zwischen den ganzen Fahrten haben wir die Gutscheine, die uns zu erst ins Auge gefallen waren (welche waren das denn nochmal, richtig die zwei Bier zum Preis von einem), eingelöst. Ein Bier zum Preis von einem 1€ in einem Freizeitpark ist schon nicht schlecht. Die letzte Fahrt haben wir der Holzachterbahn mit der größten Neigung gewidmet. Beim Anstehen ist auch dieses Foto entstanden.

Ab zum Bus und zurück nach Seoul. Nach 5 Stunden Achterbahn und Karussell fahren, fühlte sich mein Kopf wie in einer Waschmaschine im Turbogang an. Hin und Her, so dass ich letztendlich beim Busfahren dachte, ich sitz' immer noch in einer Achterbahn. Dieser Effekt wurde durch den "ruhigen und langsamen" Fahrstil des Busfahrers so sehr verstärkt, dass ich mir das erste Mal freiwillig meinen Körper in einem Busgurt fixiert habe. Völlig verschlafen sind wir dann nach 1,5 Stunden (man beachte die Stunde Zeitersparnis auf dem Rückweg) in der Unterkunft angekommen.

Wieder einmal haben die Kuriositäten der Koreaner den Ausflug zu einem Abenteuer gemacht. Das man kein koreanisch versteht, ist hier manchmal ganz hilfreich. Denn so hört man nicht die ganze Zeit auf das Gequatsche (und hier wird viel gequatscht, sogar im Supermarkt berichtet jemand den ganzen Tag live mit einem Mikrofon in der Hand von den neusten Angeboten) und kann sich so dem Spaß und den anderen Sinnen widmen.
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