Der Kopf in der Waschmaschine
Als ich am Freitagabend (19.09.2008) in der Unterkunft ankam, fühlte sich mein Kopf wie ein Wassertropfen bei 1000 Umdrehungen pro Minute in der Waschmaschine an. Und auf geht es in eine neue Runde, im wahrsten Sinne des Wortes. Aber erstmal ganz von vorn wie dieser Zustand überhaupt entstanden ist. Nein, Drogen spielen hier keine Rolle!
Das ganze begann Anfang September als Chris und ich in der Mensa des 600th Anniversare Buildings der SKKU mehrere Flyer mit der Aufschrift Summerparty fanden. Innen liegend fanden wir eine Gutschein für zwei Bier zum Preis von einem. Na das klingt doch gut und so haben wir in deutscher Manier gleich so viele Gutscheine mitgenommen, wie wir greifen konnten. Tage später habe ich einen koreanischen Kommilitonen gefragt, was die anderen Coupons (in koreanischer Sprache) zu bedeuten haben. Die ersten 3 Coupons waren für einen verbilligten Eintritt im Vergnügungspark Everland, Wasserpark CaribbeanBay (der wohl größte Wasserpark der Welt) und eine Kombination von beiden. Die anderen 3 Gutscheine waren nur für XX Chromosomenträger gedacht. Der anfängliche Flyer für eine Summerparty wurde so immer wertvoller. Die Tage gingen ins Land. Am Anfang der 38. Kalenderwoche 2008 kam mir dann die Idee die Gutscheine für den Wasser- und Vergnügungspark am Freitag einzulösen. Zum einen hatten wir da noch nichts vor und zum anderen waren die Gutscheine nur bis zum 21.09 gültig. Im Laufe der Woche konnte ich immer mehr Leute von der Idee am Freitag und nicht am Wochenende, wenn einige Koreaner frei haben zu fahren, überzeugen. So ging es dann zu siebend (Nikolaos, Dennis, Chris, Martin, Irinja, Conny, Ronny) am Freitagmorgen los nach Everland. Das klingt so einfach, war es aber nicht. Wir hatten 5 verschiedene Routen zur Verfügung und haben uns für die erste Route aus dem Lonely Planet entschieden. Zu erst ging es mit einer völlig überfüllten U-Bahn (eine haben wir fahren lassen, weil wir dachten die nächste wird schon nicht so voll sein. Falsch gedacht! Also hat sich jeder einen Eingang vorgenommen und sich dann reingedrückt) zum Bus Express Terminal (dieser Name wurde dem Busbahnhof wohl auf Grund seiner Größe (mehr als 30 Terminals) gegeben) und dann mit dem Bus nach Yong-in, wo der Everlandpark sein sollte. Sein sollte, denn die Endtstation war wieder ein Busterminal. Zum Glück konnte uns eine Frau die Busnummer zum Everlandpark nennen. Dort sind wir dann auch nach 2,5 Stunden angekommen. Wir haben uns entschieden erst in den Wasserpark zu gehen, weil dieser um 18 Uhr schließt und der Vergnügungspark erst um 22 Uhr. Am Eingang haben wir uns noch über den Laden mit den Schwimmwesten lustig gemacht. Im Bad selbst kam dann der ernüchterne Ausblick. Nichts mit Bikinis und Badeshorts...
fast alle Koreaner trugen eine Schwimmweste in den hässlichsten Blautönen. Naja gut wir können schwimmen, also haben wir entschlossen uns in die künstlichen Wellen zu werfen. Weit sind wir mit der Idee nicht gekommen. Vier Bademeister, eine Beckentiefe von zwei Metern und es war trotzdem verboten sich ohne Schwimmweste im kühlen Nass aufzuhalten. Anfangs haben wir die koreanischen Bademeister gekonnt überhört aber als nur alle zwei Minuten eine Welle kam, haben wir unseren Aufenthalt zu den Rutschen verlagert. Die Outdoor-Rutschen waren leider schon geschlossen also blieben uns noch vier Indoor-Rutschen (zwei Rutschen für Reifen und zwei "normale") An sich waren die Rutschen nichts besonderes. Aber die Anzahl die Leute die dort beschäftigt sind, ist schon enorm. Zwei Leute passen an den Anfängen der Rutschen auf, dass die Leute das Rot der Ampel nicht mit dem Grün verwechseln, zwei weitere Bademeister warten am Ende im 1m tiefen Wasser, dass man dort nicht untergeht. Diese sind aber dringend nötig, da manche Koreaner mit der Schwimmweste in den Armen im flachen Becken aussahen, als ob sie nie wieder hochkommen wollen. Fast vergessen arbeitet eine weitere Person an der Treppe zu den Rutschen. Auf wen sie da aufpasst kann ich leider nicht sagen. Freundlich waren sie zu uns aber alle. Nach dem wir uns 1,5 Stunden im Familien/Kinderbereich aufgehalten haben, entdeckten wir doch noch vier Rutschen im Außenbereich. Von den vieren haben wir uns für die außergewöhnlichst aussehende entschieden. Ich versuche sie mal zu beschreiben. Es ist eine Reifenrutsche bei der die für 4 Personen ausgelegten Reifen mit einem Förderband nach oben transportiert werden. Oben setzt man sich logischerweise in die Reifen und dann geht die Fahrt auch schon los. Nach einer Runde im Kreis um etwas an Fahrt zu gewinnen ging es dann steil, fast im freien Fall, nach unten. Am Ende dieser Strecke war eine angeschrägte Wand angebracht, die man dann mit dem Reifen hochfliegt. Da der Zulauf etwas schräg angebracht war, ging es nicht wieder die steile Strecke nach oben, sondern auf einer hügligen Bahn daran vorbei. Das ist dann auch der Auslauf. Der aufregendste Punkt ist der "fast" frei Fall und das hochschießen an der Wand. Ein super Gefühl was hoffentlich bald von deutschen Bändern importiert wird. Scheitern wird es aber sicher an den fehlenden Sicherheitsvorkehrungen... Nach diesem Erlebnis haben wir das Schwimmbad über die Umkleidekabine, wo man Schleudermaschine. für die nasse Wäsche nutzen kann, in Richtung Freizeitpark verlassen.
Der Park ist in mehrer Kontinente und so finden sich in jedem Teil typische Häuser oder Essensgerichte. Der Eingangsbereich ist verspielt und dem Disneyland nach empfunden.
Der Park gehört aber nicht zur Disneygruppe, sondern zu Samsung. Wir haben uns dann von Karussell zu Karussell und Achterbahn vorgearbeitet. Im Unterschied zu anderen Parks müssen die Mitarbeiter den ganzen Tag winken. Egal wo man hinschaute, man wurde immer mit einem Winken in folgender Art begrüßt. Die Attraktionen waren ähnlich wie in jedem anderen großen Freizeitpark. Herausragend waren da nur eine Achterbahn die durch einen Wald ging und die steilste Achterbahn der Welt. Die hat schon Spaß gemacht und wenn der Martin es schafft das heimlich mitgeschnittene Video auf den Computer zu spielen, werde ich es hier veröffentlichen. Er hatte irgendwann soviel Spaß daran gefunden, dass er die wildesten Fahrten mitgefilmt hat. Zwischen den ganzen Fahrten haben wir die Gutscheine, die uns zu erst ins Auge gefallen waren (welche waren das denn nochmal, richtig die zwei Bier zum Preis von einem), eingelöst. Ein Bier zum Preis von einem 1€ in einem Freizeitpark ist schon nicht schlecht. Die letzte Fahrt haben wir der Holzachterbahn mit der größten Neigung gewidmet. Beim Anstehen ist auch dieses Foto entstanden. 
Ab zum Bus und zurück nach Seoul. Nach 5 Stunden Achterbahn und Karussell fahren, fühlte sich mein Kopf wie in einer Waschmaschine im Turbogang an. Hin und Her, so dass ich letztendlich beim Busfahren dachte, ich sitz' immer noch in einer Achterbahn. Dieser Effekt wurde durch den "ruhigen und langsamen" Fahrstil des Busfahrers so sehr verstärkt, dass ich mir das erste Mal freiwillig meinen Körper in einem Busgurt fixiert habe. Völlig verschlafen sind wir dann nach 1,5 Stunden (man beachte die Stunde Zeitersparnis auf dem Rückweg) in der Unterkunft angekommen.
Wieder einmal haben die Kuriositäten der Koreaner den Ausflug zu einem Abenteuer gemacht. Das man kein koreanisch versteht, ist hier manchmal ganz hilfreich. Denn so hört man nicht die ganze Zeit auf das Gequatsche (und hier wird viel gequatscht, sogar im Supermarkt berichtet jemand den ganzen Tag live mit einem Mikrofon in der Hand von den neusten Angeboten) und kann sich so dem Spaß und den anderen Sinnen widmen.
Das ganze begann Anfang September als Chris und ich in der Mensa des 600th Anniversare Buildings der SKKU mehrere Flyer mit der Aufschrift Summerparty fanden. Innen liegend fanden wir eine Gutschein für zwei Bier zum Preis von einem. Na das klingt doch gut und so haben wir in deutscher Manier gleich so viele Gutscheine mitgenommen, wie wir greifen konnten. Tage später habe ich einen koreanischen Kommilitonen gefragt, was die anderen Coupons (in koreanischer Sprache) zu bedeuten haben. Die ersten 3 Coupons waren für einen verbilligten Eintritt im Vergnügungspark Everland, Wasserpark CaribbeanBay (der wohl größte Wasserpark der Welt) und eine Kombination von beiden. Die anderen 3 Gutscheine waren nur für XX Chromosomenträger gedacht. Der anfängliche Flyer für eine Summerparty wurde so immer wertvoller. Die Tage gingen ins Land. Am Anfang der 38. Kalenderwoche 2008 kam mir dann die Idee die Gutscheine für den Wasser- und Vergnügungspark am Freitag einzulösen. Zum einen hatten wir da noch nichts vor und zum anderen waren die Gutscheine nur bis zum 21.09 gültig. Im Laufe der Woche konnte ich immer mehr Leute von der Idee am Freitag und nicht am Wochenende, wenn einige Koreaner frei haben zu fahren, überzeugen. So ging es dann zu siebend (Nikolaos, Dennis, Chris, Martin, Irinja, Conny, Ronny) am Freitagmorgen los nach Everland. Das klingt so einfach, war es aber nicht. Wir hatten 5 verschiedene Routen zur Verfügung und haben uns für die erste Route aus dem Lonely Planet entschieden. Zu erst ging es mit einer völlig überfüllten U-Bahn (eine haben wir fahren lassen, weil wir dachten die nächste wird schon nicht so voll sein. Falsch gedacht! Also hat sich jeder einen Eingang vorgenommen und sich dann reingedrückt) zum Bus Express Terminal (dieser Name wurde dem Busbahnhof wohl auf Grund seiner Größe (mehr als 30 Terminals) gegeben) und dann mit dem Bus nach Yong-in, wo der Everlandpark sein sollte. Sein sollte, denn die Endtstation war wieder ein Busterminal. Zum Glück konnte uns eine Frau die Busnummer zum Everlandpark nennen. Dort sind wir dann auch nach 2,5 Stunden angekommen. Wir haben uns entschieden erst in den Wasserpark zu gehen, weil dieser um 18 Uhr schließt und der Vergnügungspark erst um 22 Uhr. Am Eingang haben wir uns noch über den Laden mit den Schwimmwesten lustig gemacht. Im Bad selbst kam dann der ernüchterne Ausblick. Nichts mit Bikinis und Badeshorts...
Der Park ist in mehrer Kontinente und so finden sich in jedem Teil typische Häuser oder Essensgerichte. Der Eingangsbereich ist verspielt und dem Disneyland nach empfunden.

Ab zum Bus und zurück nach Seoul. Nach 5 Stunden Achterbahn und Karussell fahren, fühlte sich mein Kopf wie in einer Waschmaschine im Turbogang an. Hin und Her, so dass ich letztendlich beim Busfahren dachte, ich sitz' immer noch in einer Achterbahn. Dieser Effekt wurde durch den "ruhigen und langsamen" Fahrstil des Busfahrers so sehr verstärkt, dass ich mir das erste Mal freiwillig meinen Körper in einem Busgurt fixiert habe. Völlig verschlafen sind wir dann nach 1,5 Stunden (man beachte die Stunde Zeitersparnis auf dem Rückweg) in der Unterkunft angekommen.
Wieder einmal haben die Kuriositäten der Koreaner den Ausflug zu einem Abenteuer gemacht. Das man kein koreanisch versteht, ist hier manchmal ganz hilfreich. Denn so hört man nicht die ganze Zeit auf das Gequatsche (und hier wird viel gequatscht, sogar im Supermarkt berichtet jemand den ganzen Tag live mit einem Mikrofon in der Hand von den neusten Angeboten) und kann sich so dem Spaß und den anderen Sinnen widmen.
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