27. August 2008

Ein weiterer Tag

Ein weiterer Tag
Und ein weiterer Tag ist angebrochen. Nun sind wir schon 5 Leute in unserer Wohnung; bestehend aus einem US-Amerikaner (Dexter), Finnen (Petri), Holländer (Dennis), Österreicher (Martin), und meiner Wenigkeit. Es fehlen noch ein Österreicher, ein Deutscher und ein Finne (der wohl in meinem Zimmer residieren wird) so dass wir dann in unserer Männer-WG vollständig wären. –Petri ist mit der Eisenbahn angereist. Er ist von Helsinki nach Moskau und dann mit der transsibirischen Eisenbahn gefahren. Den letzten Rest hat er mit dem Flugzeug zurückgelegt, da es immer noch schwer ist, durch Nordkorea nach Südkorea zu reisen.- Die Zimmersprache wechselt von einem Ösi-Deutsch-Mix zu einem englischen Europamix…

Den Dienstag haben wir entspannt mit einem Frühstück bei tous le jours begonnen und danach hat uns der Buddy vom Martin zum Mittagessen eingeladen (bzw. die Uni hat uns eingeladen). Es gab eine Suppe mit Nudeln. Ein bisschen scharf aber geschmacklich OK. Nur ist es gar nicht so leicht lange Nudeln mit Stäbchen zu essen. So dauert das ganze zwar etwas länger aber schlingen ist ja auch nicht gesund. Danach war erst einmal chillen angesagt. Am frühen Abend sind wird dann zur U-Bahnstation Dungdaemun gefahren.
Dongdaemun — more properly known as Heunginjimun (Gate of Rising Benevolence)— is a prominent landmark in central Seoul, South Korea. The Korean name "Dongdaemun" means "Great East Gate," and it was so named because it was the major eastern gate in the wall that surrounded Seoul during the Joseon Dynasty. The gate is located at Jongno 6-ga in Jongno-gu.
Since the South Gate (Namdaemun) was set on fire on February 10, 2008, Dongdaemun is one of only two main gates that have survived, the other being the North Gate or Bukdaemun (more formally Sukjeongmun). One more minor gate known as Changuimun also still stands, bringing the total number of surviving gates to three. The West Gate (Seodaemun) was demolished earlier.
The structure was first built by King Taejo during his fifth year of reign (1396). It was renovated in 1453, and the current structure is the one rebuilt in 1869.

Quelle: http://en.wikipedia.org/wiki/Dongdaemun




Dort gibt es das alte östliche Eingangstor (was auf vielen Motiven von Seoul zu finden ist) und einen Markt inklusiven vielen Einkaufszentren. Die Einkaufszentren sind mit denen in Europa aber kaum vergleichbar. So ist das Kaufhaus ebenfalls in Etagen mit verschiedenen Kategorien unterteilt, aber die Etage selbst besteht aus vielen verschiedenen kleinen Shops. Wo zwar nur Sachen aus einer Kategorie (z.B. Männersachen) aber von verschiedenen Händlern verkauft werden. (Wie auf einem Grenzmarkt in Polen, denn hier gibt es auch nur kopierte Dinge zu kaufen….)



Nach dem Shoppingtrip (ohne dass jemand was gekauft hat) hab ich mich an die leckeren Dinge getraut, die die Straßenverkäufer hier an jeder Ecke verkaufen. Ok, die lebenden Baby-Oktopusse oder die aufgespießten Maden waren mir dann doch nicht geheuer, so dass ich mir ein aufgespießtes Würstchen mit Weißbrot und Pommes frittiert rundherum schmecken ließ. Ein praktische Erfindung, denn man kann es bequem beim Laufen knappern. Sodele mussten wir wieder Richtung Uni laufen, da die Leute aus dem International Haus um 00.30 im Haus sein müssen. Martin, Dexter und ich haben noch an einer Texanischen Bar angehalten und haben dort deutsches Bier getrunken (ähm nein wir haben es nur angesehen, da eine Flasche 0,33 umgerechnet 6€ kosten sollte). Wir haben uns schließlich doch für ein Cass (gut schmeckendes koreanisches Bier) und unser Bett entschieden.
Ein kurzer Exkurs zur Koreanisches Kultur (soweit ich sie beobachten konnte). Die Straßen Seouls füllen sich erst am Abend/in der Nacht so richtig. Die U-Bahnen sind überfüllt und kann man an belebten Plätzen kaum laufen. Die Koreaner kochen eher selten. Sie gehen fast jeden Tag essen. Was auch kein Problem ist. Denn jeder kleinste Raum wird entweder als Laden oder Restaurant genutzt. Auch wenn nur 10 Leute hineinpassen. Oder sie sitzen gleich an den unzähligen Straßen undlassen sich von den Straßenverkäufern bekochen. Somit gibt es super viele Möglichkeiten etwas anderes zu essen. Die Preise bewegen sich bei 3-4€ oder am Straßenimbiss 1-2€. Mit den vielen Leuchtreklamen und Menschengruppen erwacht die Stadt erst so richtig.


Und schon bricht ein weiterer Tag an, Mittwoch der 27.09.2008. Ich habe mal wieder alles verschlafen. Scheinbar hat sich meine innere Uhr noch nicht umgestellt und so war unsere WG bereits zum Frühstück unterwegs. War aber alles kein Problem, denn kurze Zeit später kam mein Buddy, Moon Sun Yoo, vorbei, um mit mir ein Handy kaufen zu gehen. Mit uns kamen noch 2 Österreicher und ein Franzose sowie ein weiterer Buddy. Wir haben uns ein Handy für 20€ gekauft und sind dann Essen gegangen. Die Buddys haben uns zum Japaner eingeladen (bzw. wieder die Uni; eigentlich geht jeder Buddy mit seinem Austauschschüler einmal essen. Doch sie sehen das wohl nicht ganz so streng und so wird jede in Reichweite befindliche ausländische Person eingeladen – mein Glück) Beim Japaner gab es verschiedenes Sushis, Nudeln und eine Muschelsuppe. Das war echt lecker, obwohl ich mich noch immer Frage, warum Koreaner uns zum Japaner einladen…

So ich hab die ersten Bilder hochgeladen, leider ist die Qualität nicht die beste. Ich nutze noch immer mein Handy um Bilder zu machen.