Von Tigern, Hochhäusern und Raketen
Nach der Ankunft am 31.12.2008 in Singapur ging es zack auf zack. Zuerst mussten wir die Silvesterkarten beim Inder abholen, dann beim Hostel (bei dem wir auch schon die erste Nacht verbracht haben, aber diesmal ein Zimmer, das so groß wie das Bett selbst war) einchecken. Dann ging es zum nächsten Foodcourt um noch eine Kleinigkeit zu essen und schließlich waren wir dann schon auf dem Weg nach Sentosa. Die U-Bahn war nicht wie erwartet überfüllt, da man in Singapur zwar Silvester als Party feiert, aber das ausmaß dann doch kleiner bleibt. Die Chinesen (die mit ~77% den Großteil der Einwohner stellen) feiern Neujahr nämlich erst zwischen Ende Januar und Ende Febuar. Nach dem es im Einkaufszentrum, wo der Monorail nach Sentosa fährt, doch zu einem erhöhten Verkehraufkommen von Menschen kam, verschob sich unsere Ankunfstzeit um einige Minuten. Die Silvesterparty entpuppte sich als wirkliche Beachparty. Direkt am Strand (aber mit einem Zaun als Abgrenzung, damit das Meer nicht von den alkohogetränkten Menschen gestört wird), 3 Bühnen (Live Musik, Schaumparty, Diskomusik) und mehreren Imbiss/Getränkeständen. Um bei letzteren bezahlen zu können, musste man das Geld erst einmal in Gutschein umtauschen. Die Party war gut in Gange und schon wurde das alte Jahr mit einem Countdown verabschiedet. Wie gewohnt gab es dann ein Feuerwerk, welches aber sehr klein ausfiehl. Danach ging die Party weiter.

Der Weg nach Hause dauerte aber auch länger als erwartet. Das Problem war aber nicht der Weg, sondern dass einfach keine Taxis verfügbar waren. Ins Bett und nächsten Tag mit wenig Schlaf wieder raus. Unser Weg führte uns zum Shopping in die Orchard Road. Dort haben wir mit dem älltesten Shoppingcenter angefangen und mit den teuersten aufgehört. Praktischerweise liegen diese Center alle in einer Straße. Doch gekauft haben wir im Endeffekt doch nichts. Mit leeren Taschen ging es dann weiter zum botanischen Garten. Ein wunderschöner Park mit Regenwald und vielen Pflanzen, die es bei uns nur in speziellen Tropenhäusern gibt.

Tina hatte sich auch noch den Orchidengarten angesehen und wie man bei Picasa sehen kann, reichlich fotografische Kopien der Pflanzen angefertigt. (ja warum war ich draußen geblieben. Es lag nicht an den Blumen - vielmehr daran, dass ich meinen Studentenausweis im Hotel gelassen hatte und somit viel zu viel Eintritt hätte zahlen müssen) Der restliche Tag verlief dann eher ruhig und endete mit einem gemütlichen Bier im Zimmer.
Für den 2.01.2009 hatte wir eine lange Touriliste zusammengestellt, die wir dann feinsäuberlich abgelaufen sind. Zuerst ging es nach Chinatown. Dort haben wir dann einige Tempel (auch islamische Tempel) besichtigt, die chinesische Architektur genaustens studiert und uns eine Essenspause im chinesischen Foodcourt gegönnt. Auch in diesem Fall verweise ich einfach mal auf die Bilder, da diese mehr Aussage als tausende Wörter als Beschreibung.
Die Planung sah außerdem ein zweites Mittagessen am Boat Quay vor. Laut der Empfehlung des Reiseführers sollte das besagte Restaurant eine Terrasse mit gutem Blick über den Singapur Fluss haben. Glück gehabt, wir haben es gerade noch vor dem Regen zum Restaurant geschafft. Pech gehabt, es war leider um diese Zeit geschlossen. Wir suchten daraufhin einen Unterschlupf bei den UOB-Hochhäusern. Von dort aus ging es dann vorbei am Fullerton (Grand) Hotel weiter zum Marina Bay, von wo man einen schönen Blick auf die Hochhäuser, der Flussmündung und dem Riesenrad (Singapore Flyer) hatte. Außerdem ist dieser Ort die Heimat des Merlion.

Von dort aus ging es schleppend voran, da wir bereits einige Kilometer hinter uns hatten und nicht so richtig wussten, wo wir den restlichen Tag verbringen sollte. Nach einer kurzen Verschnaufpause haben wir uns für eine weitere shopping Tour entschieden. So sind wir dann weiter in Richtung Plaza gelaufen. Auf dem Weg wurde der letzte Tiger Singapurs erlegt. Natürlich heute dank der Promotion-Teams vieler Naturschutzorganisationen (die an jeder Ecke Berlins stehen) nicht mehr erlaubt, aber so soll es wohl 1902 im heute teuersten Hotel am Platze geschehen sein.

Das Raffles Hotel besticht durch eine kolonialistische Architektur aber leider nicht durch seinen Fuhrpark. Da waren einzelne Autos am Marriott Hotel mehr wert als der gesamte Fuhrpark vor dem Hotel. Wer Klasse hat, kommt ja auch mit dem Hubschrauber und keinem Auto das tiefer auf der Straße liegt als ein "Verkehrberuhigungshügel" hoch ist. Kurze Zeit später standen wir dann auch im Suntec City Einkaufsparadies. So wie es sich in so einem Laden gehört, haben wir dann auch unsere Portemonnaies geöffnet. Aber nicht für Kleidung, sondern für ein Eisfondue mit (Schweizer) Schokolade und frischen Waffeln. Gestärt hatten wir aber immer noch keine Lust die Boutiqueangestellten (oder auf malayisch Butik-Arbeiter) arbeiten zu lassen. Wir haben uns lieber für einen Supermarkt entschlossen, was auch viel interessanter war. Andere Länder, andere Auswahl. Und dann war es endlich soweit - kurz Luft holen- ja, es gab für mich endlich wieder eine Wurst namens Wiener. Nach über 4 Monaten sprang der Magen vor Freude und verlangte sofort nach der ganzen Packung. Der Abend brach an und für es war es Zeit zurück ins Quartier zu gehen.
Den späteren Abend wollten wir -eigentlich- in der 72. Etage und Blick über Singapur im Swissôtel mit einem Cocktail verbingen. Nach einer kurzen Recherche waren wir uns aber einig, dass wir für diesen Luxus nicht vorbereitet sind und Ich dort nicht mit einem (nach mehreren Tagen im Koffer) crinkle Hemd auftauchen kann. Also war die nächste Idee in den hoteleigenen Club (ebenfalls in den 70er Etagen) zu gehen. Der Eintrittspreis zerstörte dann jedoch jegliche Motivation, sodass ich Bananen und Wasser vom Laden um die Ecke für den restlichen Abend besorgt habe.
Den 03.01.2009 haben wir in little India (Stadtteil Singapurs in dem wir unser Hostel hatten) begonnen. Von einer Straße zur nächsten aber so schön wie in Chinatown war es dann doch nicht. Zum Mittag, wie sollte es auch anders sein, gab es indisch. Zum Glück mussten wir den Reis mit zerkochtem Gemüse und Fleisch nicht mit den Fingern essen, so wie die Leute um uns herum. (Hühnchen und ähnliches kann man schon mit den Fingern essen, aber bei fast suppenförmigen Gemüse ist die Nutzung eines Löffels effektiver) Nach dem Mittagessen ging es auch direkt zu unserem Hostel zurück und weiter in Richtung Zoo. Die Fahrt dorthin wurde länger als erwartet, sodass letztendlich nur noch 2 Stunden für den Tageszoo Zeit hatten. Die Besonderheit des Zoos lag im Detail. Man versuchte so wenig Gitter wie möglich zu verwenden, sodass es schon passieren konnte, dass ein Affe im Baumwipfel über einem hing. Wie der botanische Garten war auch dieser Park sehr grün und dich bepflanzt. Bis auf den ganz offenen Teil, wo alle möglichen Arten von Schmetterlingen und Vögeln um einen herum flogen und man kleine Tiere (wie auch immer sie heißen mögen) streicheln konnte, gab es keine Tiere, die man nicht schon einmal irgendwo gesehen hatte.
Nach dem der Zoo seine Gitter, um die Besuchten von den Besuchern zu schützen, schloss, gab es ein wenig Zeit zum Abendessen bevor der Nachtzoo seine Forten öffnete. Dort war der Andrang schon wesentlich größer. Zuerst haben wir uns eine Tiershow angesehen. Da die Tier der Nacht besonders lichtempfindliche Augen haben, war das Fotografieren mit Blitz natürlich verboten. Dieses Verbot "wurde von Nokia präsentiert" und in allen möglichen Sprachen xmal wiederholt. Wie soll es anders sein, das erste Tier präsentierte sich und das Blitzlichtgewitter zog auf. Wenn der Besucher nicht hören will, muss der besuchte eben fühle. Die Show war an sich auch nichts besonderes. Ein paar kleine Frettchen die den Müll sortiert haben, ein Tiger, der dank der Köder, von A nach B gesprungen ist und eine Schlange, die sich zufälligerweise in einer Box unter den Zuschauerbänken versteckt hatte. Nach der Show haben wir den Park zu Fuß erkundet. Gar nicht so leicht die Tiere in fast vollständiger Dunkelheit zu finden. Und komisch, dass manch als nachtaktiv vorgestelltes Tier auch schon im Tageszoo zu sehen war. Nach einem offenen Gehege mit Flughunden und Fledermäusen haben wir die Tiere und den Park noch einmal aus einer kleinen Bahn angesehen. Zusammenfassend kamen wir zum Urteil: Nette Idee, aber viel zu viele Menschen und im Tageszoo sieht man mehr. So endete der vorletzte Tag in Singapur mit der Fahrt ins Hostel und unserem Bett.
Der letzte Tag in Singapur begann entspannt mit Sachen und auschecken. Da unsere Flüge erst am Abend nach Melbourne starteten, haben wir den Tag für einen Ausflug nach Sentosa genutzt. Also ging es mit der Metro zur Monorail und schon waren wir am Ziel - Sentosa Beach. Der weitere Plan sah eine Erkundung mit dem Fahrrad vor. Also ab zum nächsten Fahrradverleih. Dort haben wir uns für ein Tandem entschieden. Wie es so zwischen Mann und Frau ist, war es anfangs schwer ein gemeinsamen Tretrhythmus zu finden. Das klappte im Verlauf aber immer besser, sodass wir bald am Strand waren, wo wir am 31.12 Silvester gefeiert hatten. Dort haben wir uns dann auch erstmal von dem Gerücht, dass die Steine nicht echt, sondern aus Ton seien, überzeugt. Sehen aber verblüffend echt aus. Weiter von Strand zu Strand und Hügel zu Hügel haben wir die Insel in 2 Stunden erkundet. Zwischendurch waren wir auf einer Aussichtsplatform am südlichsten Punkt Asiens. Nach der Anstrengung hatten wir uns aber auch eine Abkühlung verdient. Im leichten Regen haben wir uns in eine Lagune gelegt und die Tanker im Hintergrund beobachtet. Abschließend ging es noch mit dem Tiger Sky Tower in luftige Höhen, um Sentosa und Teile Singapurs aus der Luft anzusehen. Die deutsche Technik sank sich rasch wieder und wir machten uns auf den Weg ins Hostel. Noch einmal duschen und schon hieß es bye bye Singapur. Mein Flug ging 45min früher als Tina ihrer, sodass ich mich auch sofort zum Gate bewegen musste.
So schön der Urlaub auch war, der Flug mit Quantas nach Melbourne war es nicht. Ich konnte weder Musik hören noch Videos ansehen, da meine Fernbedienung gestreikt hatte. Es gab auch keine freien Platz mehr auf den ich mich setzten hätte können. Da gab es als Hauptgang rohe Nudeln mit Hühnchen und ein dunkles australisches Bier. Die Stewards und Stewardessen waren auch mehr wie ein aufgeschreckter Hühnerhaufen als professionell. Also hatte ich mich mit der Situation mehr oder weniger abgefunden und versuchte mit MP3-Player im Ohr zu schlafen. Es blieb beim Versuch, da es in der Maschine trotzdem lange Sachen, Pullover und Decke sau kalt war. Unvorteilhafterweise kam die Maschine aus London, sodass die meisten Passagiere noch auf europäische Zeit eingestellt war. Da war an Ruhe in der asiatischen Nacht nicht zu denken. Irgendwie vergingen die 7 Stunden dennoch und ich freu mich schon auf den 43 stündigen (inkl. 18 Stunden Stop in Seoul) Rückflug mit Korean Air nach Deutschland.
Der Weg nach Hause dauerte aber auch länger als erwartet. Das Problem war aber nicht der Weg, sondern dass einfach keine Taxis verfügbar waren. Ins Bett und nächsten Tag mit wenig Schlaf wieder raus. Unser Weg führte uns zum Shopping in die Orchard Road. Dort haben wir mit dem älltesten Shoppingcenter angefangen und mit den teuersten aufgehört. Praktischerweise liegen diese Center alle in einer Straße. Doch gekauft haben wir im Endeffekt doch nichts. Mit leeren Taschen ging es dann weiter zum botanischen Garten. Ein wunderschöner Park mit Regenwald und vielen Pflanzen, die es bei uns nur in speziellen Tropenhäusern gibt.
Tina hatte sich auch noch den Orchidengarten angesehen und wie man bei Picasa sehen kann, reichlich fotografische Kopien der Pflanzen angefertigt. (ja warum war ich draußen geblieben. Es lag nicht an den Blumen - vielmehr daran, dass ich meinen Studentenausweis im Hotel gelassen hatte und somit viel zu viel Eintritt hätte zahlen müssen) Der restliche Tag verlief dann eher ruhig und endete mit einem gemütlichen Bier im Zimmer.
Für den 2.01.2009 hatte wir eine lange Touriliste zusammengestellt, die wir dann feinsäuberlich abgelaufen sind. Zuerst ging es nach Chinatown. Dort haben wir dann einige Tempel (auch islamische Tempel) besichtigt, die chinesische Architektur genaustens studiert und uns eine Essenspause im chinesischen Foodcourt gegönnt. Auch in diesem Fall verweise ich einfach mal auf die Bilder, da diese mehr Aussage als tausende Wörter als Beschreibung.
Die Planung sah außerdem ein zweites Mittagessen am Boat Quay vor. Laut der Empfehlung des Reiseführers sollte das besagte Restaurant eine Terrasse mit gutem Blick über den Singapur Fluss haben. Glück gehabt, wir haben es gerade noch vor dem Regen zum Restaurant geschafft. Pech gehabt, es war leider um diese Zeit geschlossen. Wir suchten daraufhin einen Unterschlupf bei den UOB-Hochhäusern. Von dort aus ging es dann vorbei am Fullerton (Grand) Hotel weiter zum Marina Bay, von wo man einen schönen Blick auf die Hochhäuser, der Flussmündung und dem Riesenrad (Singapore Flyer) hatte. Außerdem ist dieser Ort die Heimat des Merlion.
Von dort aus ging es schleppend voran, da wir bereits einige Kilometer hinter uns hatten und nicht so richtig wussten, wo wir den restlichen Tag verbringen sollte. Nach einer kurzen Verschnaufpause haben wir uns für eine weitere shopping Tour entschieden. So sind wir dann weiter in Richtung Plaza gelaufen. Auf dem Weg wurde der letzte Tiger Singapurs erlegt. Natürlich heute dank der Promotion-Teams vieler Naturschutzorganisationen (die an jeder Ecke Berlins stehen) nicht mehr erlaubt, aber so soll es wohl 1902 im heute teuersten Hotel am Platze geschehen sein.
Das Raffles Hotel besticht durch eine kolonialistische Architektur aber leider nicht durch seinen Fuhrpark. Da waren einzelne Autos am Marriott Hotel mehr wert als der gesamte Fuhrpark vor dem Hotel. Wer Klasse hat, kommt ja auch mit dem Hubschrauber und keinem Auto das tiefer auf der Straße liegt als ein "Verkehrberuhigungshügel" hoch ist. Kurze Zeit später standen wir dann auch im Suntec City Einkaufsparadies. So wie es sich in so einem Laden gehört, haben wir dann auch unsere Portemonnaies geöffnet. Aber nicht für Kleidung, sondern für ein Eisfondue mit (Schweizer) Schokolade und frischen Waffeln. Gestärt hatten wir aber immer noch keine Lust die Boutiqueangestellten (oder auf malayisch Butik-Arbeiter) arbeiten zu lassen. Wir haben uns lieber für einen Supermarkt entschlossen, was auch viel interessanter war. Andere Länder, andere Auswahl. Und dann war es endlich soweit - kurz Luft holen- ja, es gab für mich endlich wieder eine Wurst namens Wiener. Nach über 4 Monaten sprang der Magen vor Freude und verlangte sofort nach der ganzen Packung. Der Abend brach an und für es war es Zeit zurück ins Quartier zu gehen.
Den späteren Abend wollten wir -eigentlich- in der 72. Etage und Blick über Singapur im Swissôtel mit einem Cocktail verbingen. Nach einer kurzen Recherche waren wir uns aber einig, dass wir für diesen Luxus nicht vorbereitet sind und Ich dort nicht mit einem (nach mehreren Tagen im Koffer) crinkle Hemd auftauchen kann. Also war die nächste Idee in den hoteleigenen Club (ebenfalls in den 70er Etagen) zu gehen. Der Eintrittspreis zerstörte dann jedoch jegliche Motivation, sodass ich Bananen und Wasser vom Laden um die Ecke für den restlichen Abend besorgt habe.
Den 03.01.2009 haben wir in little India (Stadtteil Singapurs in dem wir unser Hostel hatten) begonnen. Von einer Straße zur nächsten aber so schön wie in Chinatown war es dann doch nicht. Zum Mittag, wie sollte es auch anders sein, gab es indisch. Zum Glück mussten wir den Reis mit zerkochtem Gemüse und Fleisch nicht mit den Fingern essen, so wie die Leute um uns herum. (Hühnchen und ähnliches kann man schon mit den Fingern essen, aber bei fast suppenförmigen Gemüse ist die Nutzung eines Löffels effektiver) Nach dem Mittagessen ging es auch direkt zu unserem Hostel zurück und weiter in Richtung Zoo. Die Fahrt dorthin wurde länger als erwartet, sodass letztendlich nur noch 2 Stunden für den Tageszoo Zeit hatten. Die Besonderheit des Zoos lag im Detail. Man versuchte so wenig Gitter wie möglich zu verwenden, sodass es schon passieren konnte, dass ein Affe im Baumwipfel über einem hing. Wie der botanische Garten war auch dieser Park sehr grün und dich bepflanzt. Bis auf den ganz offenen Teil, wo alle möglichen Arten von Schmetterlingen und Vögeln um einen herum flogen und man kleine Tiere (wie auch immer sie heißen mögen) streicheln konnte, gab es keine Tiere, die man nicht schon einmal irgendwo gesehen hatte.
Nach dem der Zoo seine Gitter, um die Besuchten von den Besuchern zu schützen, schloss, gab es ein wenig Zeit zum Abendessen bevor der Nachtzoo seine Forten öffnete. Dort war der Andrang schon wesentlich größer. Zuerst haben wir uns eine Tiershow angesehen. Da die Tier der Nacht besonders lichtempfindliche Augen haben, war das Fotografieren mit Blitz natürlich verboten. Dieses Verbot "wurde von Nokia präsentiert" und in allen möglichen Sprachen xmal wiederholt. Wie soll es anders sein, das erste Tier präsentierte sich und das Blitzlichtgewitter zog auf. Wenn der Besucher nicht hören will, muss der besuchte eben fühle. Die Show war an sich auch nichts besonderes. Ein paar kleine Frettchen die den Müll sortiert haben, ein Tiger, der dank der Köder, von A nach B gesprungen ist und eine Schlange, die sich zufälligerweise in einer Box unter den Zuschauerbänken versteckt hatte. Nach der Show haben wir den Park zu Fuß erkundet. Gar nicht so leicht die Tiere in fast vollständiger Dunkelheit zu finden. Und komisch, dass manch als nachtaktiv vorgestelltes Tier auch schon im Tageszoo zu sehen war. Nach einem offenen Gehege mit Flughunden und Fledermäusen haben wir die Tiere und den Park noch einmal aus einer kleinen Bahn angesehen. Zusammenfassend kamen wir zum Urteil: Nette Idee, aber viel zu viele Menschen und im Tageszoo sieht man mehr. So endete der vorletzte Tag in Singapur mit der Fahrt ins Hostel und unserem Bett.
Der letzte Tag in Singapur begann entspannt mit Sachen und auschecken. Da unsere Flüge erst am Abend nach Melbourne starteten, haben wir den Tag für einen Ausflug nach Sentosa genutzt. Also ging es mit der Metro zur Monorail und schon waren wir am Ziel - Sentosa Beach. Der weitere Plan sah eine Erkundung mit dem Fahrrad vor. Also ab zum nächsten Fahrradverleih. Dort haben wir uns für ein Tandem entschieden. Wie es so zwischen Mann und Frau ist, war es anfangs schwer ein gemeinsamen Tretrhythmus zu finden. Das klappte im Verlauf aber immer besser, sodass wir bald am Strand waren, wo wir am 31.12 Silvester gefeiert hatten. Dort haben wir uns dann auch erstmal von dem Gerücht, dass die Steine nicht echt, sondern aus Ton seien, überzeugt. Sehen aber verblüffend echt aus. Weiter von Strand zu Strand und Hügel zu Hügel haben wir die Insel in 2 Stunden erkundet. Zwischendurch waren wir auf einer Aussichtsplatform am südlichsten Punkt Asiens. Nach der Anstrengung hatten wir uns aber auch eine Abkühlung verdient. Im leichten Regen haben wir uns in eine Lagune gelegt und die Tanker im Hintergrund beobachtet. Abschließend ging es noch mit dem Tiger Sky Tower in luftige Höhen, um Sentosa und Teile Singapurs aus der Luft anzusehen. Die deutsche Technik sank sich rasch wieder und wir machten uns auf den Weg ins Hostel. Noch einmal duschen und schon hieß es bye bye Singapur. Mein Flug ging 45min früher als Tina ihrer, sodass ich mich auch sofort zum Gate bewegen musste.
So schön der Urlaub auch war, der Flug mit Quantas nach Melbourne war es nicht. Ich konnte weder Musik hören noch Videos ansehen, da meine Fernbedienung gestreikt hatte. Es gab auch keine freien Platz mehr auf den ich mich setzten hätte können. Da gab es als Hauptgang rohe Nudeln mit Hühnchen und ein dunkles australisches Bier. Die Stewards und Stewardessen waren auch mehr wie ein aufgeschreckter Hühnerhaufen als professionell. Also hatte ich mich mit der Situation mehr oder weniger abgefunden und versuchte mit MP3-Player im Ohr zu schlafen. Es blieb beim Versuch, da es in der Maschine trotzdem lange Sachen, Pullover und Decke sau kalt war. Unvorteilhafterweise kam die Maschine aus London, sodass die meisten Passagiere noch auf europäische Zeit eingestellt war. Da war an Ruhe in der asiatischen Nacht nicht zu denken. Irgendwie vergingen die 7 Stunden dennoch und ich freu mich schon auf den 43 stündigen (inkl. 18 Stunden Stop in Seoul) Rückflug mit Korean Air nach Deutschland.
0 Kommentare:
Kommentar veröffentlichen