8. Januar 2009

Die ersten 17 Stunden in der grünen Großstadt

Die Ankunft in Singapur wurde gänzlich von einem positiven Gefühl überschattet. Tina war nun endlich wieder in meiner Nähe und zusammen ging es dann per MRT (U-Bahn Singapurs) zu unserem Hostel "The Hive". Es war mein erstes Hostel außerhalb Deutschlands. Ich wusste also nicht so richtig was mich dort außer ein Doppelzimmer erwarten wird. Doch ich wurde positiv überrascht. Für 12€ pro Nacht gab es ein geräumiges und sauberes Zimmer sowie ein anständiges Etagenbad. Der einzige Kritikpunkt war die uralte Fensterfront zur sehr befahrenen Kreuzung. Wahrscheinlich gab es die Fenster schon länger als die Fahrzeuge, die diesen Lärm erzeugen. Lange hat uns das aber nicht gestört und der 25.12 brach an. Nach dem Frühstück im Hostel ging es mit wie unter Drogen mit weit geöffneten Augen und voller Energie (verursacht durch das kohlenhydratreiche Frühstück im Hostel: Toast, Zucker, Müsli, super süße Marmelade) zum Plaza, wo ein Inder mit unseren Bustickets auf uns warten sollte. Nein, wir kaufen kein Karten auf dem Schwarzmarkt und nein, wir wollen auch nicht mit indien Tours auf Reise gehen, der Grund lag vielmehr darin, dass eine Freundin die Bustickets für die Fahrt nach Kuala Lumpur im voraus gekauft und sie bei ihm hinterlegt hatte, weil sie selbst verreist war. Leider war das Geschäft des Inders geschlossen und wir waren uns nicht sicher, ob er überhaupt noch auftaucht, da ja eigentlich Feiertag war. Der Hausmeister "versicherte" uns aber, dass er in etwa einer Stunde seinen Laden aufschließen wird. Na das klingt doch vielversprechend. Auf diesen Augenblick wollten wir aber nicht warten und sind daraufhin zur Orchard Road gefahren - Die Shoppingmeile in Singapur schlecht hin. Die Straße einmal abgelaufen haben wir unser Geld in den Shoppingtempeln mit einer riesigen Auswahl für ein Teller chinesische Nudeln ausgegeben. Danach ging es zurück zum Inder und mit den Karten in der Tasche weiter in die Arabstreet, wo es unser 2. Mittagessen geben sollte. Wir entschieden uns für eine Art Nasi Goreng und eine Stunde später saßen wir schon im Bus nach Kuala Lumpur (KL). Danke Karen! Denn der Bus widersprach meinen Vorstellungen von einer Bustour nach Malaysia komplett. Er war nicht überfüllt, es gab keine Hühner in Gitterboxen auf dem Dach und er war sauber und kühl. Der Komfort wurde schließlich durch 3 Sitze anstatt 4 pro Reihe gesteigert. Mit viel Platz und fast waagerecht verstellbaren Sitzen ging es nach KL. Die 6 Stunden vergingen mit Schlafen relativ schnell, sodass wir gegen 21 Uhr am Times Square in KL ankamen.