1. September 2008

Baseball und Leberkäse

Sonntag ging es wieder auf Tour. Ich habe mich entschieden nach Itaewon zu fahren, um mir ein paar neue Sportschuhe zu kaufen. Der Teil Seouls ist für günstige Markensportsachen bekannt. Dexter, Chris, Martin und Dennis haben sich dem Vorschlag angeschlossen. Doch wie sollte es auch anders sein. Die erste Station war kein Laden mit Sportsachen, sondern ein österreichisches Restaurant. Martin wollte uns mal zeigen, was es so in seiner Heimat zu essen gibt. Nach 45min Wartezeit gab es eine Leberkässemmel. Mh lecker :) Gestärkt ging es weiter auf Shoppingtour. Doch wir sind nicht weiter als zum 3. Laden gekommen (original Ware kostet etwa 80% vom europäischen Preis), da klingelte mein "hightech“ Handy... Lukas und Christian (Österreich) waren auf dem Weg zum Baseballstadion und schon hatte sich unser Ziel geändert. Auf zum Baseball gucken. Am Stadion angekommen hatten wir auch schon die Tickets für 8000Won (5€) in der Hand. Leider konnte von uns keiner lesen, welchen Bereich bzw. Platz wir zugeteilt bekommen hatten. Also ging die Suche weiter. Lukas und Christian hatten sich in der Zwischenzeit 2 Trikots der LG Twins gekauft. Gesessen haben wir dann aber im Block der Doosans also der gegnerischen Mannschaft. Das war dann in etwa so, als wenn man mit einem Bayern T-Shirt im Hamburg Fanblock sitzt. Aber hier alles kein Problem. Die Koreaner waren bei dieser Sportveranstaltung so freundlichen, dass nicht einmal die Polizei vor Ort war. Die Regeln haben wir dann mehr oder weniger von Dexter gelernt. Das Spiel wurde relativ schnell langweilig. Obwohl schnell übertrieben ist, denn wir haben uns dort über 3 Stunden aufgehalten und ein Ende war nicht an Sicht. (und ganz ehrlich, so richtig spannend ist Sportart nun wirklich nicht) Von der Atmosphäre her betrachtet, war es schon interessanter. Mit dem Video was ich hochgeladen habe, bekommt man einen guten Eindruck von der Stimmung im Stadion.



Es war im Endeffekt mehr ein Familienfest, wo jeder mit seiner luftgefüllten Gummirollen versucht hat Krach zu machen. Also keine wirkliche Fanunterstützung wie bei einem deutschen Fußballspiel. Erschöpft ging es dann zurück zum Apartment. Einen Tag vor Beginn der Vorlesungszeit müssen wir uns ja auch mal auf das Studium vorbereiten....